Worauf muss ich beim Kauf eines Pedelec achten?

15.03.12 2 Kommentare von
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Eine Pedelec ist ein Fahrrad, daher muss man beim Kauf auf die gleichen Dinge achten, wie man das bei einem Rad macht. Aber ein Pedelec ist eben auch kein Fahrrad. Es ist mehr, also muss die Aufmerksamkeit zusätzlich anderen Faktoren gelten. Zwei davon sind der Motor und der Akku. Sie sind von entscheidender Bedeutung beim Kauf eines Pedelecs.

Das A und O beim Pedelec ist selbstverständlich der Motor. Bei ihm sind unterschiedliche Aspekte zu beachten. Zunächst einmal darf er nicht zu schwer sein. Schließlich kann es passieren, dass man ihn einmal nicht benutzen kann, beispielsweise wenn der Akku leer ist. Dann wird Muskelkraft benötigt, um sich selbst und die anderen Bauteile des Pedelec zu transportieren. Ein Motor, der zu schwer ist, kann zu einem wirklichen Ärgernis werden. Genauso wichtig wie das Gewicht, ist natürlich die Leistung des Motors. Ist sie zu gering, macht die Fahrt nur wenig Spaß, selbst wenn er angenehm leicht ist. In der Regel werden Pedelec mit Gleichstrommotoren ausgerüstet. Meistens kommen Scheibenmotoren zum Einsatz. Die große Frage, die immer wieder im Raum steht, ist die, ob man besser einen Naben- oder einen Tretlagermotor fahren sollte. Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht, beide haben ihre Vorzüge und Nachteile. Nabenmotoren gibt es nicht erst seit der Erfindung des Pedelecs.

Schon im 19. Jahrhundert waren emsige Tüftler dabei, an diesen Motoren zu arbeiten. Der Vorteil beim Nabenmotor besteht in der Tatsache, dass er seine Stärken zeigt, wenn immer einmal wieder schwere Lasten transportiert werden müssen. Viel wichtiger ist jedoch eine andere Eigenschaft. Bei Abwärtsfahrten ist der Nabenmotor in der Lage, nicht genutzte Energie einzuspeisen und später zu nutzen. Allerdings muss man auch kritische Töne anmerken. So ist er wegen seiner Stecker- und Kabelverbindungen recht störanfällig. Und bei Vorderradantrieb kann es bei nasser Fahrbahn passieren, dass das Rad durchdreht. Der Vorteil des Tretlagermotors liegt in seinem Wirkungsgrad. Das kommt daher, weil die Kraft direkt auf die Kette wirkt. Im Vergleich zum Nabenmotor fehlen auch die Stecker- und Kabelverbindungen, die zur Störanfälligkeit beitragen. Leider hat aber auch der Tretlagermotor einen erheblichen Nachteil. Anders als sein Verwandter ist er nicht in der Lage, bei Abwärtsfahrten Energie zu speisen, um diese dann später wieder zu verwenden. Besonders wenn man häufig auf gefälligen Strecken unterwegs ist, sollte man sich also genau überlegen, ob dieser Motor die richtige Entscheidung ist.

Eine Frage bleibt: Die nach der Reichweite des Pedelecs. Die hängt natürlich von der Akkuleistung ab. Die Hersteller machen hier zum Teil Angaben, die fernab von Gut und Böse liegen. So kann es passieren, dass man beim Kauf des Pedelecs erfährt, dass der Akku eine Reichweite von 100 Kilometern hat. Gelogen ist das nicht unbedingt. Aber diese Werte entstehen unter Laborbedingungen. In denen weht kein Wind, es herrscht kein Stadtverkehr, es gibt keine Steigungen. Generell kann man sagen, dass ein Akku, der es gerade einmal auf 30 Kilometer Reichweite bringt, kein ausreichendes Modell ist. Die genannten 100 Kilometer sind oft aber völlig unrealistisch. Wenn man an seinem Pedelec einen Akku hat, der zwischen 50 und 70 Kilometer Reichweite hat, kann man sich durchaus glücklich schätzen.

Vielen ist der Unterschied zwischen einem Pedelec und einem Elektrofahrrad nicht ganz klar. Ein Elektrofahrrad ist zum einen Zulassungs- und Führerscheinpflichtig. Des Weiteren benötigen Sie einen Helm, denn mit einem Elektrofahrrad können Sie bis zu 45 km/h schnell fahren. Einige Elektrofahrräder fahren sogar noch schneller. Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit Hilfsmotor, mit dem Sie bis 25 km/h fahren können. Lesen Sie in unserem Artikel Der Unterschied zwischen einem Elektrofahrrad und einem Pedelec die wesentlichen Unterschiede nach.

Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen. Welches Pedelec fahren Sie?

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