Worauf muss ich beim Kauf eines Elektrofahrrads achten?

21.10.11 Kommentare deaktiviert von
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Zunächst einmal sind bei einem Elektrofahrrad die Faktoren wichtig, die auch bei einem Fahrradkauf von Bedeutung sind. Die Materialien und die Verarbeitung spielen eine wichtige Rolle. Doch darüber hinaus ist ein Elektrofahrrad mit einem zusätzlichen Antrieb ausgestattet. Hier gilt das Augenmerk vor allem dem Motor und den Akkus. Wenn man sich ein Elektrofahrrad kauft, muss man erst einmal eine grundsätzliche Entscheidung treffen.Die Rede ist von der Art des Antriebs. Man unterscheidet hier zwischen Naben- oder Tretlagermotor.

Beide Antriebe haben Vor- und Nachteile, außerdem sind sie für unterschiedliche Einsatzbereiche geeignet. Die ältere Art des Antriebs ist die mit dem Nabenmotor. Ihn gab es schon im 19. Jahrhundert, lange vor der Erfindung des Elektrofahrrads. Er wird vornehmlich dann eingesetzt, wenn es darum geht, auch schwere Lasten zu transportieren. Der größte Vorteil des Nabenmotors liegt in der Tatsache begründet, dass es in der Lage ist, Energie auch einzuspeisen und später wieder nutzbar zu machen. Aber der Nabenmotor ist auch störungsanfällig, da er über Stecker- und Kabelverbindungen verfügt. Zudem besteht die Gefahr, dass bei nasser Fahrbahn das Rad durchdreht. Der Tretlagermotor hat seine Stärke im Wirkungsgrad. Die Kraft wird direkt auf die Kette übertragen, außerdem fehlen die störanfälligen Stecker- und Kabelverbindungen. Doch neben diesen Vorteilen gibt es einen nicht unwesentlichen Nachteil. Bei der Fahrt mit dem Tretlagermotor ist es nicht möglich, Energie einzuspeisen. Das macht diesen Antrieb weniger geeignet für Strecken mit viel Gefälle. Während der Nabenmotor bei der Fahrt mit Gefälle Energie einspeisen kann, verfügt der Tretlagermotor über diese Eigenschaft nicht. Generell gilt für beide Arten des Antriebs, dass der Motor nicht zu schwer sein darf. Wenn man einmal auf den Antrieb verzichten muss, ist schließlich die eigene Muskelkraft nötig, um das Elektrofahrrad zu bewegen. Je schwerer der Motor, desto anstrengender wird das Fahren.

Von Bedeutung ist auch die Leistung des Motors. Wenn sie zu gering ist, wird man in vielen Situationen nur wenig Freude mit seinem Elektrofahrrad haben. Neben der Frage nach dem geeigneten Motor stellt sich die nach dem Akku. Hier gilt es, insbesondere auf die Reichweite zu achten. Auf die Herstellerangaben kann man sich nur zum Teil verlassen, denn die sind in Laborsituationen entstanden. In der realen Welt werden sie oft nicht erreicht. Wer sich darauf verlässt, dass der Akku eine Reichweite von 100 Kilometern hat, kann schnell eines Besseren belehrt werden. Schwache Akkus bringen es gerade einmal auf 30 Kilometer Reichweite. Das Aufladen des Akkus wird hier zu einer oft notwendigen Tätigkeit. Stärkere Akkus erreichen Reichweiten zwischen 50 und 70 Kilometern. Das ist ein Wert, mit dem man gut leben kann. Letztlich spielen aber auch der eigene Fahrstil und die Rahmenbedingungen eine Rolle bei der Reichweite.

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