Welches Pedelec soll ich mir kaufen?

09.01.11 Kommentare deaktiviert von

Natürlich wäre es am einfachsten, wenn man eine klar definierte Antwort geben könnte. Aber welches Pedelec man sich am besten kauft, ist leider nicht pauschal zu beantworten. Zu viele Faktoren spielen bei der Wahl des richtigen Pedelecs eine Rolle. Dennoch gibt es natürlich einige Orientierungspunkte, nach denen man sich richten kann, bevor man sich für ein bestimmtes Modell entscheidet.

Eine der entscheidenden Fragen nach dem richtigen Pedelec ist die Reichweite des Akkus. Die Unterschiede sind teilweise ausgesprochen groß. Während schwache Akkus schon nach wenigen Kilometer wieder an die Steckdose müssen, schaffen hochwertigere Modelle bis zu 100 Kilometer. Dieser Faktor ist nicht zu unterschätzen, man muss nur einmal ein Pedelec gefahren haben, dessen Akku leer war. Dann lernt man einen leistungsstarken Akku schätzen. Wenn die Unterstützung durch den Motor wegfällt, muss man nicht nur das eigene Körpergewicht in Bewegung bringen, sondern auch sämtlich Vorrichtungen am Rad, die für den Antrieb nötig sind. Das kostet Muskelkraft. Wie weit man tatsächlich mit einem voll aufgeladenen Akku kommt, hängt natürlich auch von der Art und Weise des Fahrens ab. Und von anderen Aspekten: Wer oft im Gebirge unterwegs ist, wird damit leben müssen, dass die Batterie nach kürzerer Zeit wieder aufgeladen werden muss. Starker Gegenwind trägt auch dazu bei, dass die Leistung verstärkt gefordert wird.

Wer sich ein Pedelec kauft, muss sicher sein, dass er sich auf dem Rad wohlfühlt. Das klingt selbstverständlich, sollte aber wirklich zunächst einmal getestet werden. Es fährt sich auf einem Pedelec einfach anders als auf einem Fahrrad. Je nachdem, für welchen Antrieb man sich entschieden hat, ist es darüber hinaus sinnvoll, unter bestimmten Bedingungen Probefahrten durchzuführen. Pedelec mit Vorderradantrieb beispielsweise neigen dazu, bei Nässe nur schwer bedienbar zu sein. Man muss testen, ob man mit dem Rad zurechtkommt.

Wichtig beim Kauf des richtigen Pedelec ist auch die Frage nach dem Motor. Es wird unterschieden zwischen einem Nabenmotor und einem Tretlagermotor. Beide haben Vorteile und Nachteile, sodass man sich die Motoren genau ansehen sollte. Nabenmotoren sind keine Erfindung des Pedelecs. Schon im 19. Jahrhundert gab es Fahrzeuge mit Nabenmotor. Diese Art des Antriebs zeigt seine Vorteile, wenn es darum geht, auch einmal schwerere Lasten zu transportieren. Viel entscheidender ist jedoch die Tatsache, dass bei Bergabfahrten Energie in den Akku gespeist werden kann. Die Nachteile sind die Störanfälligkeit des Motors und die Tatsache, dass bei nasser Fahrbahn das Vorderrad durchdrehen kann. Die Kraft von Tretlagermotoren wirkt direkt auf die Kette, das ist ihr großer Vorteil. Dadurch kommt es zu einer guten Leistung. Doch der große Nachteil besteht darin, dass auf abschüssigen Strecken die Energie nicht wieder zurückgewonnen wird. Hier zeigt der Tretlagermotor seine Schwäche. Die Frage, welches Pedelec man sich am besten kauft, ist also tatsächlich nicht pauschal zu beantworten.

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