Test: KTM Macina

11.10.11 1 Kommentar von
© KTM Fahrrad GmbH

Das KTM Macina 29” stellt eine gelungene Mischung aus Mountainbike und Elektrorad dar. Das Besondere: Der Bosch-Antrieb versteckt sich ganz unauffällig, sodass man auf den ersten Blick überhaupt nicht erkennt, dass es sich um ein mit Motor unterstütztes Fahrrad handelt.

Man unterscheidet bei dem sportlichen Geländerad insgesamt vier Leistungsstufen. Neben der starken Beschleunigung bei der Sport-Einstellung gibt es auch den Eco-Modus und die dynamischen Tour- und Standard-Modi. Über ein beleuchtetes LCD-Display hat man ständig den Überblick über das eingestellte Fahrprogramm. Bei einer ausgedehnten Tour sind Geschwindigkeiten von 25 km/h problemlos möglich. Für Offroad-Freunde und Fans von sportlichen Fahrrädern ist das KTM Macina also die ideale Wahl.

Sehen Sie, wie das KTM Macina in unserem Faktentest in den einzelnen Kategorien und in der Gesamtwertung abgeschnitten hat.

Faktentest KTM Macina

KriteriumBeschreibungBewertung
MotorDer Boschmotor versteckt sich in der Hinterradnabe und bringt eine Leistungsunterstützung von stattlichen 250 Watt mit sich. Der Vorteil: Die Bosch-Motoren sind für ihre konstante Leistung und das nahezu geräuschfreie Arbeiten bekannt.
RahmenDer Rahmen des Macina von KTM ist auch robustem, leichtem und hochwertigem Aluminium gefertigt. Dank der im Rahmen integrierten Kabelführung befinden sich keine lästigen Kabel im Weg.
GabelWie es sich für ein Mountainbike gehört, ist die Federung komfortabel und knackig abgestimmt - selbst auf holprigem Gelände. Für eine luftgefederte Gabel gäbe es mehr Punkte, bei einem Mountainbike muss man in dieser Hinsicht allerdings Abstriche in Kauf nehmen.
Sattel/SattelstützeDie Sattelstütze ist schnurgerade und hält einen sehr bequemen Sattel der Marke Selle italia. Auch hier gibt es Abzüge wegen der fehlenden Federung. Die Starrgabel dämpft keine Stöße, aber bei einem Mountainbike ist die starke Federung auch nicht erwünscht.
ReifenAuch die Reifen können den hohen Anforderungen standhalten, die sich durch den Einsatzort im unwegsamen Gelände ergeben. Der Markenhersteller Schwalbe stattet das KTM Macina daher mit speziellen Racing Ralph Reifen aus.
AkkutypDer starke Lithium-Ionen Akku befindet sich direkt am Rahmen und wurde extra mit einer passenden Beschriftung und der Rahmenlackierung versehen. Dadurch fällt der Akku gar nicht auf. Die sportliche und elegante Lösung verdient die volle Punktzahl.
AkkukapazitätDer 36 Volt starke Akku hat eine Kapazität von 8 Amperestunden (Ah) und damit 290 Wh. Mit dieser Leistung liegt das KTM Macina allerdings nur im Durchschnitt, verglichen mit anderen Modellen.
SchaltwerkDie Schaltung passt sich wunderbar dem Gelände an, das man mit dem KTM Macina erforschen will. Die 11 Gang Nabenschaltung stammt aus dem Hause Shimano und hört auf den Namen Alfine Rapid Fire. Selbst im Stand lässt sich die Schaltung optimal bedienen.
SchalthebelFür eine leichte Bedienung und das intuitive Wechseln zwischen den einzelnen Gängen sorgen die ebenfalls aus dem Hause Shimano kommenden Schaltgriffe, die auf die Alfine-Reihe abgestimmt sind.
BremsenAm Hybridmodell finden sich besonders leistungsstarke Scheibenbremsen Shimano M 575, die sowohl vorne als auch hinten verbaut wurden. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Felgenbremsen hat man bei den Scheibenbremsen den Vorteil, dass sie auch dann noch kräftig zupacken, wenn man durch Schlamm und Wasser fährt.
LichtanlageWie das bei fast allen Mountainbikes ist, wurde im Pedelec Macina keine Lichtanlage integriert. Wer auf einer Tour auf Beleuchtung angewiesen ist, muss auf ein optionales Set zurückgreifen. Durch die fehlende Lichtanlage wird der sportliche Charakter des Fahrrads noch unterstrichen. Für den Test gibt es allerdings Minuspunkte.
GewichtDer Alurahmen sorgt für ein vergleichsweise geringes Gewicht. Insgesamt wiegt das sportliche Pedelec nur 20,7 Kilogramm. Höchstzahl in dieser Kategorie.
RahmenhöheBezüglich der Rahmenhöhe bietet KTM viele verschiedene Varianten an. Zur Auswahl stehen Modelle mit 43, 48 oder 53 Zentimetern. Auch hier kann das Macina wieder punkten. Eine so große Anzahl an verschiedenen Rahmenhöhen gibt es in diesem Segment selten.
ReichweiteLaut Hersteller kann man mit der starken Akkuleistung eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern bewältigen. Das gilt natürlich nur für eine Tour unter günstigen Bedingungen. Bei einem sportlichen Einsatz ist die Strecke deutlich niedriger. Diese Reichweite -angesichts der durchschnittlichen Motorleistung-verdient ebenfalls die volle Punktzahl.
GesamtwertungWie man sehen kann, legt man beim KTM Macina wenig Wert auf Komfort, sondern mehr auf Leistung, Kraft und Ausdauer. Abzüge gab es deshalb im Test für die fehlende Federung und die nicht vorhandene Lichtanlage. Auf der anderen Seite spart man sich durch das Weglassen dieser Zubehörteile viel Gewicht ein. Das Pedelec punktet mit einem geringen Gewicht, toller Ausstattung und der sagenhaften Reichweite. Insgesamt gibt es sehr gute 56 von 70 möglichen Punkten.
Preis-/LeistungMit rund 2.400 Euro liegt das KTM Macina schon im oberen Bereich. Trotzdem gibt es Mountainbikes mit Motorunterstützung, die noch teurer sind.

Der Preis des sportlichen Pedelecs ist schon etwas höher angesiedelt als bei den herkömmlichen Modellen. Allerdings erhält man hier ein motorunterstütztes Geländerad mit professioneller Ausstattung. Das Preis-Leistungsverhältnis kann damit als ausgewogen bezeichnet werden.

Besuchen Sie gerne die Herstellerseite http://www.ktm-bikes.at/ für weitere Informationen.

Wie gefällt Ihnen das Pedelec?
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Sehen Sie sich auch gerne das KTM Macina Cross oder das KTM Macina Dual in unserem Faktentest an

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1 Kommentar zu “Kraft und Anmut-Fahrbericht zum GRACE PRO E-Motorbike (2010)”

  1. E.Malota says:

    Ihr Kommentar
    Das AVE Metro ist überwiegend für den City-Gebrauch geeignet. Mehr als 30 km Reichweite sind kaum erreichbar! Ein zweiter Akku ist außerhalb von Deutschland derzeit nicht erhältlich, da sie im Gegegnsatz zu Kompletträdern als “Gefahrengut” versandt werden müssen.

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