Test: KTM eRace

10.10.11 Kommentare deaktiviert von
© KTM Fahrrad GmbH

KTM ist sich mit seinem E-Bike-Modell eRace seiner Linie treu geblieben. Man erhält ein sportliches Mountainbike, das aber zusätzlich noch mit einer Motorisierung versehen ist. Vom Farbton her ist das Pedelec in einem fröhlichen Orangeton mit weißen Elementen gehalten.

Über das Cockpit am Lenker kann man zwischen vier Leistungsstufen auswählen. Über die Stufen kann man regulieren, wie hoch die Motorunterstützung sein soll. Entweder liegt sie bei 35, 75, 150 oder sogar 300 Prozent. Hat man die Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht, schaltet sich der Motor wieder ab. Eine Besonderheit bei dem KTM Modell ist die Hybridfunktion des Motors. Beim Bergabfahren kann man durch das Bremsen neuen Strom erzeugen, der dann wieder für die Fahrt zur Verfügung steht.

Sehen Sie jetzt in unsrem Faktentest, wie das sportliche Mountainbike- Pedelec in den einzelnen Kategorien abgeschnitten hat.

Faktentest KTM eRace

KriteriumBeschreibungBewertung
MotorIn der hinteren Nabe versteckt sich der 250 Watt starke BionX-Motor. Die jeweilige Zusatzleistung steigert man über eine beleuchtete Schaltzentrale. Hier hat man auch immer den Modus sowie den Ladestand der Batterie im Blick.
RahmenDer leichte Aluminiumrahmen erweist sich im Test als besonders robust und stabil. Besonders ansprechend ist auch die integrierte Kabelführung, so muss man sich nicht mit losen Zuleitungen herum quälen. Nur Rahmen aus Carbon sind noch hochwertiger.
GabelDie Rock Shox Gabel ist gefedert und mit einem Turnkey Lockout versehen. Noch mehr Komfort verspricht allerdings die luftgefederte Dämpfung von allen möglichen Stößen.
Sattel/SattelstützeDer einzige Nachteil bei dieser Mischung aus Pedelec und Mountainbike besteht darin, dass nur die Vordergabel gefedert ist. Weder die Sattelstütze noch die hintere Gabel sind bequem zu nennen. Wer sich auf unebenem Gelände befindet, sollte auch auf seinen Rücken achten.
ReifenDie Bereifung des sportlichen Flitzers ist genau an die harten Anforderungen im Gelände angepasst. Schwalbe hat speziell für diesen Pedelec-Typ Racing Ralph Reifen hergestellt, die für die Geschwindigkeiten und die Bodenbeschaffenheit geeignet sind.
AkkutypDer Motor des KTM eRace wird über einen modernen Lithium-Mangan-Akku angetrieben. Die Hersteller haben das Problem des Akkus schlau gelöst, indem sie ihn dort platziert haben, wo sich sonst die Trinkflasche befindet. Das heißt allerdings auch, dass man einen Rucksack für Getränke mitnimmt oder sich ein praktisches Trikot mit Taschen zulegt.
AkkukapazitätDie Akkukapazität des Lithium-Mangan-Akkus liegt bei 9,6 Ah. Das entspricht einer Energiekapazität von 355 Wh. Zum Laden kann man die Batterie einfach abnehmen. Nach drei bis vier Stunden soll de Akku auch schon fertig aufgeladen sein. Die Lebensdauer wird auf rund 500 Ladezyklen geschätzt.
SchaltwerkAls Schaltwerk wurde hier das zuverlässige Shimano Deore SLX verbaut. Das besondere Highlight ist hier die fein verzahnte 27 Gang Kettenschaltung. Für ein Mountainbike mit Hilfsmotor absolute Oberklasse.
SchalthebelPassend zum Schaltwerk sind auch die Hebel gestaltet. Hier handelt es sich um die Shimano Deore 3/9 Schalthebel. Für die knackige Schaltung und Sportbegeisterte ist die Handhebel-Schaltung ideal. Im Gegensatz zu den sehr beliebten Drehgriffen ist sie allerdings nicht so intuitiv.
BremsenBei dem Mountainbike-Pedelec ist eine moderne und zugkräftige Magura Julie Bremsanlage verbaut. Die Scheibenbremsen sorgen auch bei nassen und rutschigen Felgen für einen sicheren Stand – für ein Geländerad unabdingbar.
LichtanlageWie sollte es anders sein- wie bei einem herkömmlichen Mountainbike muss man sich um die Lichtanlage selbst kümmern. Um Gewicht zu sparen, hat man auf eine integrierte Beleuchtung verzichtet. Wer gemäß der Straßenverkehrsordnung mit diesem Gefährt in der Stadt unterwegs sein will, muss sich also um helle und zuverlässige Rück- und Frontleuchten kümmern.
GewichtMit seinen 21 Kilogramm ist das Gewicht für ein Mountainbike relativ hoch. Vor allem, wenn man bedenkt, dass eine Lichtanlage und weiteres unnötiges Zubehör fehlt.
RahmenhöheKTM bietet sein eRace Mountainbike mit Motorunterstützung in fünf verschiedenen Rahmenhöhen an. Neben der selbst für Damen geeigneten 43 cm Variante gibt es auch noch einen Rahmen mit einer Höhe von 48 und 53 cm. Doch auch Kinder kommen mit der 38er Variante auf ihre Kosten. Bemerkenswert ist auch die seltener hergestellte Rahmenhöhe von 57 cm.
ReichweiteDie Reichweite des Pedelec eRace aus dem Hause KTM kann sich sehen lassen. Der Hersteller gibt eine maximale Reichweite von 90 Kilometern an. Diese Zahl kann man natürlich nur bei geraden Strecken und einer geringen Motorunterstützung erreichen. Wenn es mal richtig rau im Gelände zugeht, sind Reichweiten von 30 Kilometern realistisch.
GesamtwertungAbsoluter Höhepunkt bei dem eRace Mountainbike mit Hilfsmotor ist die große Auswahl an unterschiedlichen Rahmenhöhen. Somit spricht KTM viele verschiedene Zielgruppen an. Die sichere Bremsanlage und die Gangschaltung mit vielen Gängen machen das Gefährt zu einem idealen Begleiter im rauen Offroad-Gelände. Minuspunkte finden sich bei der Akkukapazität, die für diese Anforderungen etwas höher sein könnte und bei der fehlenden Federung in der Sattelstütze. Für das Mountainbike gibt es ansehnliche 53 von 70 Gesamtpunkten.
Preis-/LeistungMit einem Verkaufspreis von rund 2.400 Euro befindet sich das KTM eRace Pedelec schon im oberen Bereich. Allerdings findet man auf dem Markt auch vergleichbare Varianten, die noch teurer sind.

Für einen Durchschnittspreis von 2.400 Euro erhält man ein toll ausgestattetes Mountainbike. Allerdings ist es wirklich nur für den Einsatz im Gelände gedacht, als Stadtrad ist es mit einer geringeren Reichweite und der fehlenden Beleuchtung nicht empfehlenswert. Insgesamt handelt es sich aber um ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Wie gefällt Ihnen das Pedelec?
Berichten Sie uns gerne in einem Kommentar von Ihren Eindrücken und besuchen Sie bei Interesse auch gerne die Herstellerseite http://www.ktm-bikes.at/ für weitere Informationen.

Klicken Sie auf das Bild und überzeugen Sie sich bis ins Detail von dem KTM eRace

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1 Kommentar zu “Kraft und Anmut-Fahrbericht zum GRACE PRO E-Motorbike (2010)”

  1. E.Malota says:

    Ihr Kommentar
    Das AVE Metro ist überwiegend für den City-Gebrauch geeignet. Mehr als 30 km Reichweite sind kaum erreichbar! Ein zweiter Akku ist außerhalb von Deutschland derzeit nicht erhältlich, da sie im Gegegnsatz zu Kompletträdern als “Gefahrengut” versandt werden müssen.

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