Test: KTM eCross

13.10.11 1 Kommentar von
© KTM Fahrrad GmbH

Das eCross Pedelec des österreichischen Herstellers KTM ist ein elegantes und robustes Trekkingcross-Rad. Anhand des Displays am Lenker hat man immer einen Überblick, beispielsweise darüber, welcher der vier Fahrmodi eingestellt ist.

Das Besondere: Der Bremsvorgang kann hier genutzt werden, um Energie zu gewinnen. Egal welche Strecke man mit dem Elektro-Rad meistern will – ob es sich um eine gerade Tourenstrecke oder anspruchsvolles Gebirge handelt – der kräftige Motor unterstützt alle Streckenarten. Mit dem E-Cross ist somit der Fahrspaß garantiert. Die moderne Ausstattung sorgt dafür, dass man selbst im tiefsten Schlamm noch zuverlässig bremsen kann und die Räder immer ausreichend Grip haben.

Faktentest KTM eCross

KriteriumBeschreibungBewertung
MotorDer BionX-Motor versteckt sich unauffällig im Hinterrad. Mit den höheren Leistungsstufen beschleunigt das Pedelec auf 27 km/h. Für den kräftigen Zug sorgen 250 Watt.
RahmenDer robuste Alurahmen ist mit einer integrierten Kabelführung versehen. Das optische Erscheinungsbild wird dadurch noch mehr aufgewertet. Augenscheinlich ist das sportliche Design, einen tiefen Einstieg sucht man dagegen vergeblich.
GabelFür besonders viel Komfort sorgt die Federgabel Suntour NEX4610. Sie lässt sich individuell auf den Fahrer und die Strecke einstellen. Für ein noch bequemeres Handling sorgt allerdings nur eine luftgefederte Gabel.
Sattel/SattelstützeDie Sattelstütze ist starr und als Sattel wurde der komfortable sowie gefederte Selle Royal Frecchia ausgewählt. Dieser Satteltyp ist besonders gut für das Pedelec geeignet, da man hier fast ausschließlich in einer aufrechten Sitzposition fährt.
ReifenDie Reifen sorgen für guten Grip - nicht nur auf Asphalt, sondern auch auf Naturpisten. Der Markenhersteller Schwalbe hat für diesen Fahrradtyp die Tyrago-Bereifung entwickelt.
AkkutypDer stromlinienförmige Akku wurde in die Rahmenmitte transportiert. Er lässt sich ganz einfach abnehmen und aufladen. Bei dem Akkutyp handelt es sich um eine moderne Lithium-Mangan Batterie.
AkkukapazitätDie Akkukapazität liegt bei durchschnittlichen 355 Wh, das sind umgerechnet 9,6 Ampere-Stunden (Ah). Für ein Sportrad könnte man allerdings noch ein bisschen mehr Leistung erwarten. Laut Hersteller hält der Akku mit 37 Volt Nennspannung rund 800 Ladezyklen stand.
SchaltwerkDas Schaltwerk kommt aus dem Traditionshaus Shimano und gehört zu der Modellreihe Deore. Mit der Alivio Kettenschaltung lassen sich die 24 Gänge sauber anwählen.
SchalthebelWie sich das für ein sportliches Pedelec gehört, sind hier statt der für das Cityrad üblichen Drehschaltgriffe normale Handhebel-Schalter verbaut worden. So kann man knackig zwischen den Gängen hin- und herschalten. Viele werden aber das intuitive Bedienen der Drehgriff-Schaltung vermissen.
BremsenBei dem motorunterstützten Trekking-Rad wurde eine zuverlässige Scheibenbremse eingebaut. Sie hat gegenüber den herkömmlichen Felgenbremsen den Vorteil, dass sie selbst bei nassem Wetter kräftig bremst. Dadurch ist das KTM eCross auch der ideale Begleiter für schlammige Offroad-Pisten. Volle Punktzahl.
LichtanlageLeider ein großer Minuspunkt im Test ist, dass keine Beleuchtung in dem KTM eCross integriert ist. Um eine gute Lichtanlage muss man sich also selbst kümmern. Bei einem Trekkingrad ist eine Halogen- oder LED-Leuchttechnik eigentlich von Vorteil.
GewichtMit 22 Kilogramm ist das KTM eCross kein Leichtgewicht. Mit voll aufgeladener Batterie wiegt das Gefährt sogar 26 Kilogramm. Für ein Sportrad etwas zu viel und deshalb nur die Durchschnittsnote.
RahmenhöheBesonderes Kennzeichen der eBike Produktreihe von KTM ist die große Auswahl an unterschiedlichen Rahmenhöhen. So gibt es das Rad mit 43 Zentimetern Rahmenhöhe, das selbst für Kinder geeignet ist. Daneben noch die Höhen für Damen mit 46 und 51 Zentimetern und die Höhen für Herren mit 56 und 60 Zentimetern.
ReichweiteIm Test konnte man mit dem Land/Eco-Modus eine ordentliche Reichweite von über 80 Kilometern feststellen. Im Gebirge beträgt die Reichweite, aufgrund der Steigungen und der nötigen höheren Motorkraft nur noch 20 Kilometer. Doch auch ohne Hilfsmotor lässt sich das Rad gut bewegen.
GesamtwertungBesonders beeindruckt hat die große Auswahl an unterschiedlichen Rahmenhöhen. Auch die moderne Bremstechnik und die sportliche Schaltung konnten überzeugen. Abzüge gibt es für das etwas hohe Gewicht und die fehlende Lichtanlage. Das KTM eCross erhält somit 53 von 70 Gesamtpunkten.
Preis-/LeistungMit einem Verkaufspreis von 2.199 Euro ist das Pedelec schon zu den günstigen Modellen zu zählen. Andere Sporträder mit ähnlicher Ausstattung kosten dagegen schon mehr als 2.500 Euro. Da es aber auch günstigere Modelle gibt, verteilen wir nur die Durchschnittsnote.

KTM bieten sein Trekkingcross-Rad mit Motorunterstützung zu einem Preis an, der im unteren Mittelfeld positioniert ist. Dafür erhält man ein modern ausgestattetes Pedelec, das auf vielen unterschiedlichen Streckentypen überzeugen kann. Da der Preis nicht so hoch ist, kann man auch über eine fehlende Lichtanlage hinwegsehen, die man sich optional dazu kaufen muss.

Wie gefällt Ihnen das Pedelec?
Berichten Sie uns gerne in einem Kommentar von Ihren Eindrücken.
Für mehr Informationen besuchen Sie gerne die Herstellerseite http://www.ktm-bikes.at/

Sie haben noch nicht genug von dem KTM eCross gesehen? Dann klicken Sie auf das Bild und lassen Sie sich von den Details überzeugen:

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1 Kommentar zu “Kraft und Anmut-Fahrbericht zum GRACE PRO E-Motorbike (2010)”

  1. E.Malota says:

    Ihr Kommentar
    Das AVE Metro ist überwiegend für den City-Gebrauch geeignet. Mehr als 30 km Reichweite sind kaum erreichbar! Ein zweiter Akku ist außerhalb von Deutschland derzeit nicht erhältlich, da sie im Gegegnsatz zu Kompletträdern als “Gefahrengut” versandt werden müssen.

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