Test: KTM e-Fun

10.10.11 Kommentare deaktiviert von
© KTM Fahrrad GmbH

Spaß bringt es, das Pedelec e-Fun der österreichischen Traditionsfirma KTM. Das motorunterstützte Fahrrad ist sportlich, ohne ein Mountainbike zu sein. Der Einstieg ist nämlich nicht so tief wie bei einem City-Bike, aber die Trapezform ermöglicht trotzdem einen bequemen Auf- und Abstieg.

Ein Highlight bei diesem Rad ist die Effizienz. Denn beim Bremsen wird die Bremsenergie gleich wieder für den Motor verwendet. Das beleuchtete LCD-Display gibt dem Fahrer stets Aufschluss über die gewählte Fahrstufe und die Restladung der Batterie. Insgesamt findet man bei diesem Modell vier Unterstützungsstufen. Gemäß der Pedelec-Norm wird die Unterstützung bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h gestoppt.

Damit ist dieses Bike unter die Kategorie Pedelec einzuordnen. Denn die Geschwindigkeit ist ein wesentlicher Unterschied zwischen einem Pedelec und einem Elektrofahrrad. Ein Elektrofahrrad ist schneller als ein Pedelec, daher benötigen Sie auch unter anderem einen Führerschein, eine Zulassung und zum Teil auch einen Helm um ein Elektrofahrrad fahren zu dürfen.

Faktentest KTM e-Fun

KriteriumBeschreibungBewertung
MotorUnauffällig in der hinteren Radnabe versteckt sich der BionX Motor mit 250 Watt Nennleistung. Dieser Antrieb gilt als besonders leise und leistungsstark.
RahmenDer stabile Alurahmen birgt noch eine weitere Besonderheit. Die Zuleitungen sind in das Rahmeninnere integriert. Die innovative Bauweise sorgt für ein besonders aufgeräumtes Erscheinungsbild und für einen Schutz der empfindlichen Kabel.
GabelSpaß macht es auch, die Federgabel in Aktion zu erleben. Die Luftfederung sorgt für einen optimalen Ausgleich von Unebenheiten im Boden. Das führt zu einem erhöhten Fahrkomfort und einer Entlastung der Arme und Handgelenke. Volle Punktzahl.
Sattel/SattelstützeDer Sattel Selle Royal Freeway passt genau zu dieser Art von Fahrrad. Der Trekkingsattel eignet sich auch für längere Strecken. Dazu kommt, dass die Sattelstütze gefedert ist. Mehr Komfort geht bei einem E-Bike kaum.
ReifenAuch die Bereifung ist für dieses Spaß- und Genussrad bestens geeignet. Die Continental Eco Contact Plus Reifen halten den Anforderungen stand, die man an die Bereifung für ein Pedelec hat. Volle Punktzahl im Faktentest.
AkkutypBei der Batterie handelt es sich um einen langzeitstabilen Lithium-Mangan Akku. Dieser Typ ist für seinen hohen Wirkungsgrad bekannt. Der Akku wird direkt unter den Gepäckträger platziert und lässt sich von dieser Position auch leicht entnehmen.
AkkukapazitätDie Akkukapazität ist mit mageren 6,6 Ah (Amperestunden) im unteren Drittel angesiedelt. Die umgerechnet 317 Wattstunden sind für eine Pedelec-Batterie eher wenig. Allerdings sagen diese Werte nicht immer etwas über die Reichweite und die Motorleistung aus. Ein Vorteil der geringen Akkukapazität ist ganz klar die kurze Ladezeit.
SchaltwerkSpaßig wird es mit der 24-Gang-Schaltung von Shimano. Die Deore Schaltung ist genauer gesagt eine Kettenschaltung, die ein knackiges Schalten zwischen den vielen verschiedenen Gängen erlaubt. Die große Gangauswahl ermöglicht ein besonders sportliches Fahren.
SchalthebelUm besonders schnell zwischen den vielen Gängen hin und her schalten zu können, benötigt man auf jeden Fall feurige Schalthebel. Die Shimano Rapidfire plus erfüllen diese Anforderungen. Nachteilig ist allerdings, dass hier die intuitive Bedienung fehlt, die man üblicherweise mit den Drehgriff-Schaltern hat.
BremsenDie Bremstechnik beim KTM e-Fun ist von traditionellen Felgenbremsen geprägt. Vorteil: Die Bremsbacken lassen sich haargenau einstellen. Nachteil: Bei Nässe lässt die Bremswirkung nach.
LichtanlageDie Lichtanlage wird komplett über den Akku versorgt. Bei dem E-Fun wurde besonderer Wert auf eine gute Sichtbarkeit gelegt. Deshalb findet man hier das besonders helle und stromsparende LED Licht. Selbst im Stand kann man dank des Standlichts immer gut von den anderen Verkehrsteilnehmern erkannt werden.
GewichtMit einem Gewicht von 23,9 Kilogramm liegt das E-Fun von KTM im oberen Mittelfeld. Wer es etwas sportlicher mag, wird sich allerdings an diesem relativ hohen Gewicht stören.
RahmenhöheWie bei anderen Modellen der Österreicher steht auch hier wieder eine große Auswahl an unterschiedlichen Rahmenhöhen zur Verfügung. Das bedeutet auch, dass das e-Fun sowohl von Damen als auch von Herren gefahren werden kann. Man unterscheidet die Höhen 46, 51, 56 und 60 cm. Die große Auswahl hat die volle Punktzahl verdient.
ReichweiteKTM gibt die Reichweite mit maximal 100 km an. Solche Werte erreicht man allerdings nur, wenn die Strecke besonders gerade, wenn nicht sogar abschüssig, ist und man die niedrigste Unterstützungsstufe gewählt hat. Weitere Faktoren, die die Reichweite beeinflussen, sind Gewicht des Fahrers und auch das Wetter.
GesamtwertungDas spaßig Pedelec der Österreicher erweist sich als grundsolide und überzeugend im Test. Der einzige gravierende Kritikpunkt ist definitiv die Bremsanlage. Scheibenbremsen sind viel moderner und unabhängig von Witterungsbedingungen. Das Pedelec erhält im Faktentest 57 Punkte (von insgesamt 70 Punkten).
Preis-/LeistungDas KTM e-Fun kostet rund 1.800 Euro. Ähnliche Modelle sind schon für mehr als 2.000 Euro zu haben, weshalb man hier von einem relativ günstigen Preis sprechen kann.

Wie gefällt Ihnen das Pedelec?
Berichten Sie uns gerne in einem Kommentar von Ihren Eindrücken und besuchen Sie bei Interesse auch gerne die Herstellerseite http://www.ktm-bikes.at/ für weitere Informationen.

Sehen Sie sich mit einem Klick auf das Bild das KTM e-Fun bis ins kleinste Detail an

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1 Kommentar zu “Kraft und Anmut-Fahrbericht zum GRACE PRO E-Motorbike (2010)”

  1. E.Malota says:

    Ihr Kommentar
    Das AVE Metro ist überwiegend für den City-Gebrauch geeignet. Mehr als 30 km Reichweite sind kaum erreichbar! Ein zweiter Akku ist außerhalb von Deutschland derzeit nicht erhältlich, da sie im Gegegnsatz zu Kompletträdern als “Gefahrengut” versandt werden müssen.

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