Test: CONWAY E-Rider Extreme

18.05.11 8 Kommentare von
© Hermann Hartje KG

Das CONWAY E-Rider Extreme ist mit seinen extremen 1000 Watt und der überragenden Geländetauglichkeit der Monster Truck unter den Elektrofahrrädern. Dieses Modell widerlegt sämtliche negativen Klischees, mit denen Elektrofahrräder bei manchen Personen noch belastet sind. Das Powerrad ist auch abseits befestigter Straßen nicht aufzuhalten und ermöglicht Motocross-ähnliche Fahrleistungen. Die Ausstattungsmerkmale lesen sich wie die Wunschliste jedes E-Bike Fan und MTB Fans. Über welche revolutionären Leistungsmerkmale das Bike verfügt erfahren Sie in unserem Pedelec-Portal.net Faktentest.

Faktentest Conway E-Rider Extreme

KriteriumBeschreibungBewertung
MotorWährend Elektrofahrräder normalerweise 300 Watt Motorleistung haben, protzt der E-Rider Extreme mit sagenhaften 1000 Watt. Das Modell ist mit einem bürstenlosen CPM 90 Mittelmotor ausgestattet, der sehr kompakt ist und neben der immensen Power auch den Vorteil einer guten Gewichtsverteilung mit sich bringt. Voraussichtlich ermöglicht der Motor Geschwindigkeiten von über 50 km/h.
RahmenDer Aluminium Rahmen ist Triple butted und sieht nicht nur futuristisch aus, sondern beinhaltet sogar den E-Motor. Allerdings könnte man bei dem Preis auch einen Carbonrahmen erwarten.
GabelBei der Federgabel handelt es sich um die GERMAN-A XCITE Double XX mit Doppelbrücke. Dies ist eine Luftferderung mit 160 mm Federweg und Ölstoßdämpfern.
SattelstützeDer Sattel ist eher puristisch aber da das Bike vollgefedert ist, sind auch Geländetrips recht komfortabel.
ReifenBei der handelt es sich um die SCHWALBE Fat Albert Performance 62-559, einer semiprofessionellen Serie für Hardcore Biker.
AkkutypDer E-Rrider hat einen Lithium-Ionen Akku mit den bekannten positiven Eigenschaften dieses Akkutyps.
Akkukapazität in AhDamit unter der starken Motorleistung die Reichweite nicht leidet hat Conway einen Akku mit einer Kapazität verbaut, die im Markt derzeit seinesgleichen sucht. Mit 695Wh bei 48V und 14,5Ah in der Extreme Variante verfügt der E-Rider über Energiereserven, die ca. dreimal so hoch ist wie bei einem gewöhnlichen Pedelec. Trotzdem ist der Akku nach einer Stunde bereits wieder zu 80 % aufgeladen.
SchaltwerkIm E-Rider ist ein SRAM XO Schaltwerk verbaut, sämtliche andere Teile der Schaltung stammen ebenfalls von der Marke. Die Schaltung bietet auch bei hoher Belastung flüssige Gangwechsel, gehört jedoch nicht zu den geräuschärmsten Gangwechslern.
SchalthebelEs ist ein Handschalthebel verbaut, der zwar nicht so komfortabel wie eine Drehgriff ist, jedoch im Gelände besser geeignet ist.
BremsenDas Extreme verfügt über große 200/180mm AVID Code Scheibenbremsen vorne und hinten, die selbst bei Downhillfahrten für eine angemessene Verzögerung sorgen.
LichtanlageAuch wenn es bei einem Bike dieser Kategorie pedantisch erscheint das Extreme ohne integrierte Beleuchtung. Bemerkenswert ist auch, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Straßenzulassung für dieses Modell besteht.
GewichtDie vielleicht beeindruckenste Eigenschaft dieses Modells ist jedoch das Gewicht. Trotz der überragenden Ausstattung mit sehr starkem Motor und Power-Akku bringt der E-Rider Extreme lediglich 18,9 kg auf die Waage, ein Wert, den selbst einfache Pedelecs kaum erreichen.
RahmenhöheDer E-Rider wird in den Ausstattungsvarianten Extreme und Performance hergestellt, deren Rahmenhöhe mit 26 Zoll jedoch identisch ist.
ReichweiteConway gibt die Reichweite des E-Bikes mit 110 km an, was eine überragender Wert ist , wenn man bedenkt über was für Leistungswerte der Motor verfügt.
GesamtwertungBeim Conway E-Rider Extreme ist der Name Programm: Das E-Bike bietet in fast allen Kategorien extreme Werte, die bis vor Kurzem kaum vorstellbar waren und nicht nur das Bewertungsschema unseres Faktentests sprengen. Insgesamt erreicht das Modell 61 Punkte in unserem Faktencheck. Trotzdem lässt sich das Bike kaum mit den andern Elektrofahrrädern vergleichen und richtet sich an echte Hardcore Biker mit einem Faible für technische Gimmicks.
PreiswertungNicht nur bei den technischen Daten sondern auch beim Preis in Höhe von 6499,95 € dringt das Conway in neue Dimensionen vor. Auch wenn viele Menschen bei einem solchen Preis an ein Auto und nicht an ein Fahrrad denken, können zumindest Optimisten dem Preis noch etwas Positives abgewinnen: Das KTM eGnition, das momentan einzige E-Bike ist, das mit den technischen Daten des E-Riders mithalten kann, kostet je nach Ausstattung noch 1000 - 3000 € mehr.
Preis- LeistungTrotz des stolzen Preises muss festgehalten werden, dass der E-Rider revolutionäre Technik mitbringt und der Preis durchaus in einem angemessen Verhältnis zur überragenden Leistung steht.

8 Kommentare zu “Test: CONWAY E-Rider Extreme”

  1. E-Bikes Zukunft oder geht nicht? - Seite 7 - MountainBike says:

    [...] es schwer zu glauben, dass E-Bikes nicht Zukunft sind. Habt ist z.B. das Conway E-Rider gesehen? Test: CONWAY E-Rider Extreme – CONWAY Das wiegt nur knapp 19 kg und hat Fahrleistungen wie ne Motocrossmaschine. Wenn das nicht die [...]

  2. Jerome says:

    Vielen Dank für den ausführlichen Testbericht. Der Preis ist schon relativ abschreckend muss ich sagen, aber ansonsten gefällt mir das Bike richtig gut.

  3. Harald Schulze says:

    Ihr Kommentar

    Ich habe den Bericht aufmerksam gelesen und finde es sehr gut, dass es mit dem Conway E-Ride Extrem, ein Antriebskozept mit 1000 Watt gibt, welches meinen Vorstellungen, der möglichen Leistungsentfaltung am Berg (unabhängig der Steigung) entspricht.

    Aus dem Bericht geht zwar nicht ganz klar hervor wieviel Drehmoment der Motor im Dauerbetrieb leisten kann, wieviel Ladezyklen die Akku´s haben und ob er in der Lage ist, mich bis zu einer Geschwindigkeit von max. 45 Km/h zu unterstützen.

    Vielleicht gibt es es auch mal eine Version mit einer solchen Motorisierung, die für lange Fahrradtouren (Urlaubsreisen per Rad) auf asphaltierten Strassen und festgefahrenen Feldwegen aus-gelegt ist.
    Einen Tiefeinsteigerrahmen würde ich bevorzugen, weil man besser und schneller Auf- und Absteigen kann und dieser auch besser für schwerbehinderte Personen ist, die Probleme mit der Hüfte haben und die Beine nicht mehr so hoch bekommen. Ein weiterer Vorteil eines Tiefeinsteigers ist das Beladen des hinteren Gepäckträgers um gegebenenfalls mal eine Kiste Wasser zu transportieren. Ich würde es dann auch begrüßen, wenn ein solches Fahrrad mit 2 (695 Wh) hochleistungsstarken Akku´s ausgestattet ist.
    Dann könnte ich mir vorstellen, dass Tagesetappen von 150 km pro Tag und unabhängig von Steigungen und Maximalbeladung (150 – 180 KG) möglich wären. Vorteihaft wäre auch noch eine Option ein solches Reisefahrrad mit einer Schiebe-/Anfahrhilfe (die man auch permanent bedienen kann, falls man einen Wandenkrampf bekommt) zu versehen.

    Vielleicht werden meine Vorstellungen eines Guten, Langlebigen und alltagstauglichen Reisefahrrades, welches auch einen hohen Anschaffungspreis rechtfertigen würden einmal wahr. Denn bis jetzt kann man ein solches Reisefahrrad im Premiumsegment auch nirgens käuflich erwerben.
    Ich finde jedenfalls, dass Ihr auf dem richtigen Weg seit, große Akzente im Bezug auf die umweltbewußte Mobilität zu setzen.

    Mit freunlichem Gruß,
    Harald Schulze

    • Redaktion says:

      Hallo Herr Schulze,

      vielen Dank für Ihr Kompliment und Ihren ausführlichen Meinungsbericht. Wir freuen uns immer sehr über persönliche Meinungen zu Elektrofahrrädern, Pedelecs und den Entwicklungen in den Bereichen der Elektromobilität. Da das Interesse an den Fahrrädern mit Hilfsmotor in den letzten Jahren sehr angestiegen ist und diese Fahrräder längst nicht mehr nur als Fahrräder für Rentner gesehen werden, gibt es auch immer innovativere und ausgefeiltere Modell-Lösungen auf dem Markt. Warum sollte es daher nicht auch bald ein alltagstaugliches, langlebiges Reisefahrrad geben, das Ihre beschriebenen Wünsche erfüllt. Die Entwicklungen bleiben zu beobachten und wenn wir werden Sie hier über die neusten Trends informieren.

      Mit freundlichen Grüßen

  4. Jörn Haßelmann says:

    Das Bike sieht super aus. Und auch die technischen Eigenschaften sind überzeugend.
    Aber der Preis schreckt mich ab.

  5. xMax says:

    Mir leuchtet nicht ein, warum dieses Pedelec keine Strassenzulassung bekommt. Nach meinem Verständnis handelt es sich beim Vortrieb um den klassischen Ansatz = Treten für Vortrieb oder kann man dieses eBike auch ohne Treten fahren?

    Die Leistungswerte sind sicherlich eindrucksvoll aber am Ende des Tages ist die Strassenzulassung aus meiner Sicht zwingend für den Erfolg. Ich habe z.B. keine Möglichkeit ein entsprechendes Gefährt zu einem geeigneten Gelände zu transportieren, daher sollte es im Interesse des Herstellers liegen, eine Strassenzulassung zu bekommen.

    • Redaktion says:

      Hallo,
      grundsätzlich haben Sie recht. Der Hersteller Conway möchte auch bis zur Markteinführung eine Strassenzulassung für den E-Rider bekommen. Das Bike hat in dem Sinne noch keine Strassenzulassung, weil es einfach noch nicht auf dem Markt erhältlich ist. Und für den E-Rider ist auf jeden Fall eine Strassenzulassung notwendig.
      Viele Grüße

  6. Test: CONWAY E-Rider Extreme – CONWAY « says:

    [...] erste Test des brachialen E-Bikes von Conway: http://www.pedelec-portal.net/test-conway-e-rider-extreme/001517 Like this:LikeBe the first to like this [...]

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