Test: AVE Eagle

04.10.11 1 Kommentar von
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Das Pedelec AVE Eagle ist auch als Stadtflitzer bekannt. Auf den ersten Blick fällt das futuristisch anmutende Design auf. Der Rahmen ist wellenförmig und erleichtert damit den schnellen Auf- und Abstieg. Besonders in der Stadt ist diese Eigenschaft besonders wichtig.

Der erhöhte Lenker ermöglicht eine bequeme und aufrechte Sitzposition, die ein gemütliches Cruisen durch die City erlaubt. Schließlich ist das dreieckige Design des Gepäckhalters kennzeichnend. Hier versteckt sich der Akku, der für den Antrieb zuständig ist. Das AVE Elektrofahrrad lässt sich über vier Leistungsstufen regeln. Die Griffe, der Lenker und der Sattel wurden besonders ergonomisch gestaltet und eignen sich daher auch für lange Strecken – ohne, dass es zu Ermüdungserscheinungen kommt.

In unserem Faktentest haben wir das AVE Eagle nach den einzelnen Kategorien bewertet. Sehen Sie, wie das Rad abgeschnitten hat.

Faktentest AVE Eagle

KriteriumBeschreibungBewertung
MotorDer Motor ist Drehmoment gesteuert und an der Hinterradnabe angebracht. Der TranzX Motor ist für seinen geräuscharmen Betrieb bekannt. Die Motorleistung liegt bei ordentlichen 250 Watt.
RahmenDer Rahmen URBAN ist mit der patentierten ERGOmetrie Technologie ausgestattet. Alle Kabel sind im Rahmen integriert, für eine attraktive Optik sind die Kabel sogar innen verlegt. Dadurch wird das Pedelec zu auch weniger reparaturanfällig.
GabelDie Alu Federgabel sorgt für ein komfortables Fahrgefühl. Durch die Luftfederung sind sogar holprige Kopfsteinpflaster kein Problem. Die Stöße werden einfach abgefedert und gedämpft.
Sattel/SattelstützeDer Sattel ist eine ganz besondere Konstruktion aus einem komfortablem Elastomer. Die ergonomisch ausgeschnittene Zone sorgt für eine optimale Blutzirkulation. Die Sattelstütze ist aus Aluminium. Hier wird deutlich, dass sich das Fahrrad eher an eine männliche Zielgruppe richtet.
ReifenDie Reifen des Markenherstellers SCHWALBE sind für die Anforderungen, die an die Bereifung des Pedelecs gestellt werden, ideal.
AkkutypDer Lithium-Polymer Akku verfügt über ein intelligentes elektronisches Batteriemanagement. Dieser moderne Akkutyp ist für seine lange Lebensdauer und den hohen Wirkungsgrad bekannt.
AkkukapazitätDie Akkukapazität der 36 Volt starken Batterie liegt bei 10 Ampere-Stunden (Ah). Damit befindet sich der Stadtflitzer im oberen Bereich unter den Elektro-Fahrrädern.
SchaltwerkBei dem Schaltwerk handelt es sich um eine Shimano Nexave Kettenschaltung mit 7 Gängen. Für die Einsatzzwecke des Pedelecs vollkommen ausreichend. Es steht aber zu befürchten, dass die Schaltung bei großen Steigungen an ihre Grenzen kommt.
SchalthebelFür ein Stadtrad ist die Schaltung eher ungewöhnlich. Die sieben Gänge werden per Handschalthebel angewählt. Üblich ist sonst die intuitive Drehgriffschaltung. Aus diesem Grund gibt es nur die Durchschnittsnote.
BremsenFür ein Cityrad ist die Bremstechnik eher ungewöhnlich. Hier wurden die zugkräftigen Scheibenbremsen verbaut und zwar nicht nur vorne, sondern auch hinten. Selbst bei feuchter Witterung ist die Bremswirkung immer noch hoch- im Gegensatz zu der Bremskraft bei Felgenbremsen, die bei Regen deutlich nachlässt.
LichtanlageBei der Lichtanlage handelt es sich um eine besonders effektive Mischform zwischen Halogenstrahlern in der Front und um Rücklicht mit moderner LED-Technik. Die Beleuchtung lässt sich über den Fahrakku schalten. Ein weiterer Vorteil ist hier das Standlicht, das ebenfalls vorne und hinten angebracht ist. So wird man auch von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt, wenn man an der Ampel steht.
GewichtMit einem Gewicht von 24,9 Kilogramm ist das AVE Eagle nicht gerade ein Leichtgewicht. Das liegt wahrscheinlich an der hochwertigen Lichtanlage und den Scheibenbremsen. Zum Mitnehmen für einen kurzen Wochenendtrip ist das Fahrrad eher ungeeignet. Mit voll beladenem Akku fällt das Gewicht sogar noch höher aus.
RahmenhöheDas AVE Eagle Pedelec ist nur in einer Rahmenhöhe verfügbar. Durch die Höhe von 52 cm richtet es sich eher an die Herren. Ein kleiner Nachteil, denn auch für Damen könnte sich das Elektrorad gut eignen.
ReichweiteDie Reichweite wird vom Hersteller mit einer Maximalhöhe von 100 Kilometern angegeben. Hat man allerdings den Fahrmodus Tour eingeschaltet, halbiert sich die Reichweite. In den Bergen beträgt die Reichweite dann auch nur noch 20 Kilometer. Trotzdem ist die Reichweite vergleichsweise hoch.
GesamtwertungDas AVE Eagle überzeugt im Test nicht nur durch das futuristische Design, sondern auch durch eine moderne und hochwertige Ausstattung. Dazu gehören die besonders sicheren Bremsen, die ausgereifte Lichtanlage und der leistungsstarke Akku. Einzig die nicht vorhandene Auswahl bei den Rahmenhöhen und das sehr hohe Gewicht trüben das Gesamtbild. Das Pedelec erhält im Text ordentliche 53 von 70 möglichen Gesamtpunkten.
Preis-/LeistungDas AVE Eagle Pedelec kostet rund 1.800 Euro. Damit gehört es zu den eher günstigeren Modellen. Für Cityräder werden auch mal mehr als 2.000 Euro verlangt.

Bei dem AVE Eagle muss man sagen, dass man für einen vergleichsweise günstigen Preis eine zuverlässige und altbewährte technische Ausstattung erhält. Der Akku ist leistungsstark und bringt einen schnell und bequem von A nach B. Wer sich an den Handschalthebeln stört, kann die Schalthebel auch umrüsten.


Welches Pedelec oder Elektrofahrrad fahren Sie?
Erzählen Sie uns gerne in einem kleinen Kommentar von Ihren Erfahrungen.

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1 Kommentar zu “Kraft und Anmut-Fahrbericht zum GRACE PRO E-Motorbike (2010)”

  1. E.Malota says:

    Ihr Kommentar
    Das AVE Metro ist überwiegend für den City-Gebrauch geeignet. Mehr als 30 km Reichweite sind kaum erreichbar! Ein zweiter Akku ist außerhalb von Deutschland derzeit nicht erhältlich, da sie im Gegegnsatz zu Kompletträdern als “Gefahrengut” versandt werden müssen.

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