So funktioniert ein Elektrofahrrad

30.01.11 Kommentare deaktiviert von
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Es gibt verschiedene Formen vom Elektrofahrrad. Die Unterschiede liegen im wesentlichen bei Antrieb. So gibt es Radnaben-Motoren am Vorderrad oder am Hinterrad, es gib den Reibrollen-Antrieb und den indirekten Riemen- oder Kettenantrieb. Darüber hinaus kann man das Elektrofahrrad auch mit einem Direktantrieb im Tretlagerbereich fahren.

Der Vorteil bei Radnaben-Motoren besteht in der Tatsache, dass man sie einfach am Elektrofahrrad nachrüsten kann. Allerdings haben sie auch einen Nachteil. Der Anbau ist relativ umständlich, zudem ist eine aufwändige Verkabelung nötig. Außerdem sind diese Antriebe verhältnismäßig schwer und entwickeln recht lautes Geräusche. Auch das Nachrüsten vom Radnaben-Motor ist aufwändig, praktisch an dieser Art des Antriebs ist die Tatsache, dass er am Hinterrad befestigt wird, was effektiver ist als der Antrieb vorn. Der zentralmontierte Direktantrieb im Tretlagerbereich ist der einzige Antrieb, der nicht nachgerüstet werden kann. Dieser Antrieb muss also im Rahmen integriert werden. Das ist mit höheren Kosten als bei den anderen Antriebsarten verbunden, die nachträglich eingebaut werden können. Trotzdem bietet diese Form des Antriebes verschiedene Vorteile. Zum einen wir die Kraft des Antriebs gemeinsam mit der Kraft des Fahrers auf das Elektrofahrrad übertragen. Zum anderen ist eine integrierte Kraftmessung möglich und der Motor kann für E-Bikes verwendet werden. Der Fahrkomfort und die Sicherheit werden erhöht, weil sich der Motor in der Mitte von Elektrofahrrad befindet und einen tiefen Schwerpunkt hat.
Damit das Elektrofahrrad angetrieben wird, stehen sechs verschiedene Akku-Technologien zur Verfügung. Blei (Pb), Nickel-Cadmium (NiCd), Nickel-Metall-Hydrid (NiMH), Lithium-Polymer (LiPo), Lithium-Ionen-Cobalt (Li-Ion) und Lithium-Ionen-Mangan (Li-Ion Mn). Ein Blei-Akku und preisgünstig und zuverlässig, aber auch sehr kälteempfindlich. NiCd- und NiMH-Akkus sind sehr empfindlich gegenüber Kälte, haben aber gute Leistungswerte und Lebensdauer. LiPo und Li-Ion-Akkus sind sehr leistungsfähig und bringen nur ein geringes Eigengewicht mit. Ihre Lebensdauer ist allerdings kürzer. Die teuerste Akku-Technologie ist die des Li-Ion-Mn-Akkus.

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Er bringt eine sehr hohe Leistung und hat ein nur geringes Gewicht. Er ist darüber hinaus in verschiedenen Varianten erhältlich. So gibt es diesen Akku mit unterschiedlichen Kapazitäten. Der Nachteil der moderaten Selbstentlandung wird durch die hohe Leistung des Akkus wieder ausgeglichen. Vom Anschaffungspreis her ist dieser Akku aber auch teurer als die anderen Akkus für das Elektrofahrrad. Der Akku beim Elektrofahrrad wird entweder am Rahmenrohr oder am Sattelrohr montiert. Die Montage am Rahmenrohr hat den Vorteil, dass sie gut integrierbar und die Verkabelung nicht sehr aufwändig ist.

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Zum Aufladen muss das Elektrofahrrad aber zur Steckdose gefahren werden, da man den Akku nicht entfernen kann. Gut und mit nur geringem Kabelaufwand lässt sich die Akku-Montage hinter dem Sattelrohr durchführen. Auch die Handhabung des Akkus ist in der Regel sehr einfach, bei Bedarf kann der Akku auch entfernt werden. Der Rahmen muss aber entsprechend gebaut sein und der Akku ist immer sichtbar.

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5 Kommentare zu “Pedelecs und Elektrofahrräder, E-Bikes und Hybridräder – Modellübersicht hilft beim Vergleich”

  1. tono ivasko says:

    ich fahre seit 2 jahren giant twist elegance mit 2 akus und bin sehr zufrieden
    mit anhänger kann man in alltag alle einkäufe und besorgungen in umkreis 60-70 km erledigen
    toni ivasko

  2. Sunny says:

    Diese fertig produzierten Elektrofahrräder sind ja doch ziemlich teuer. Neuerdings gibt es Bausätze zum Anbauen ans eigene Fahrrad, eine Anleitung gibt es hier: http://youtu.be/PyugAZvQ9xk

  3. Helmut says:

    @Sunny:
    komisch, ich hab genau die gegenteilige Erfahrung gemacht. Es gibt komplette E-Räder, die deutlich billiger sind als der Bausatz alleine…
    Oder kennst Du Umbausätze für unter 1000€?

    Ausserdem sollte man nicht vergessen, dass bei einem Selbstumbau das “Herstellerrisiko” (z.B.: zu schnell, Kurzschluss…) dann zum eigenen Problem wird…

    LG,
    Helmut

    • Redaktion says:

      Hallo,
      als Pedelecs gelten Twikes nicht mehr. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 85 km/h gehören Sie auf jeden Fall in eine höhere Fahrzeugklasse und sind eher als Elektromobil zu sehen. Twikes sind sehr interessant, denn Sie ermöglichen eine enorme Reichweite bei einem geringen Energieverbrauch. Sie fahren auf drei Rädern und können zusätzlich noch einen Beifahrer mitnehmen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich auch der Preis für ein Twike in Richtung Kleinwagen bewegt.
      Viele Grüße

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