Pedelecs und Elektrofahrräder – Wie gefährlich sind sie wirklich?

11.04.11 5 Kommentare von
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Das aktuelle Trend-Thema sind Pedelecs und Elektrofahrräder. Die Vorteile der Räder mit Hilfsmotor liegen klar auf der Hand: Sie sind umweltschonend, erleichtern das Radfahren für Jung und Alt, sind praktisch und vielseitig. Aktuell kommen jedoch auch die Schattenseiten der Fahrräder mit Hilfsmotor ans Licht.

Die Unfallforschung der Versicherer (UVD) zeigt in insgesamt 4 Crashtests die Gefahren der Pedelecs und Elektrofahrräder auf.

Die Studie macht deutlich, dass gerade bei Elektrofahrrädern erhebliche Sicherheitsmängel bestehen. Ein Fahrrad mit Hilfsmotor ist praktisch, denn der Fahrer kann auch den noch so steilsten Berg mühelos überwinden. Das Problem, welches hierbei jedoch schnell entstehen kann, sind zum Teil waghalsige Überholmanöver, die schnell zu schweren Unfall führen können. Auch die Gefahr von Unfällen mit einem Auto steigt rapide an. Die Autofahrer müssen wesentlich vorsichtiger sein, denn mit einem Pedelec kann ein Mensch schneller um die Ecke gefahren kommen, als mit einem normalen Fahrrad. Ein Beispiel, wie es aussehen kann, wenn ein Auto mit einem Pedelec zusammenstößt zeigt dieses Video eines Crashtest der Unfallforschung der Versicherer

Doch nicht nur der Zusammenstoß mit einem Auto kann gefährlich sein. Ein weiterer Crashtest zeigt die Situation eines Unfalls, bei dem ein Pedelec in einen Fußgänger fährt. Auch diese Situation ist aufgrund der Schnelligkeit der Pedelecs und Elektrofahrräder sehr riskant und kann zu schweren Unfällen führen.

Pedelecs sind Fahrräder, die bis zu 25 km/h fahren dürfen. Elektrofahrräder dagegen dürfen bis 45 km/h fahren. Bei einem Elektrofahrrad gibt es aufgrund der erhöhten Geschwindigkeit einige Punkte, die rechtlich (nach EU-Richtlinien) zu beachten sind: Es muss ein Motorradhelm getragen werden, das Elektrofahrrad benötigt einen Spiegel, Abblendlicht, Bremslicht und spezielle Reifen. Das Elektrofahrrad ist führerscheinpflichtig und versicherungspflichtig. Es wird weiterhin eine Zulassung gefordert. Doch genau in diesen rechtlichen Richtlinien liegt das Problem. Laut UVD fehlen in der Praxis oft genau diese vorgeschriebenen Techniken. Aus diesem Grund soll eine neue Fahrzeugklasse geschaffen werden, für die es sinnvolle und zulassungsrechtliche Regelungen geben soll, wie eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, eine Mofa-Prüfbescheinigung und ein Versicherungskennzeichen. Auch die technischen Punkte sollen hier genauestens dargelegt werden.

Was meinen Sie? Halten Sie Pedelecs und Elektrofahrräder für gefährlich? Schreiben Sie uns einen Kommentar und teilen Sie Ihre Erfahrungen mit!

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1 Kommentar zu “Kraft und Anmut-Fahrbericht zum GRACE PRO E-Motorbike (2010)”

  1. E.Malota says:

    Ihr Kommentar
    Das AVE Metro ist überwiegend für den City-Gebrauch geeignet. Mehr als 30 km Reichweite sind kaum erreichbar! Ein zweiter Akku ist außerhalb von Deutschland derzeit nicht erhältlich, da sie im Gegegnsatz zu Kompletträdern als “Gefahrengut” versandt werden müssen.

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