Funktionsprüfung: Vor dem Start

05.12.11 Kommentare deaktiviert von
© riese und müller GmbH

Für das Elektrofahrrad oder Pedelec gilt das, was auch für alle anderen Fahrzeuge gilt. Vor Antritt der Fahrt muss eine Funktionsprüfung vorgenommen werden. Sicherheit geht schließlich vor. Bevor man mit dem Elektrofahrrad oder Pedelec startet, muss eines in jedem Fall gemacht werden: Man muss überprüfen, ob die Radmuttern vorn und hinter festgezogen sind. Als Nächstes sind die Bedienelemente an der Reihe. Dazu gehört natürlich im wesentlichen die Akku-Anzeige. Der Akku sollte voll aufgeladen sei, die Anzeige sollte das widerspiegeln. Falls das nicht der Fall ist, liegt das entweder am Akku oder an der Anzeige. Das muss umgehend überprüft werden. Nun müssen grundsätzliche Funktionen getestet werden, beispielsweise die Klingel und natürlich die Bremsen. Man kann auf einem Elektrofahrrad oder Pedelec eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreichen. Was vielleicht auf den ersten Blick nicht sonderlich schnell klingt, ist mehr Tempo, als man denkt. Funktionierende Bremsen sind daher von allergrößter Bedeutung.

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Zu einer guten Fahrt auf dem Elektrofahrrad oder Pedelec gehört natürlich auch die richtige Sitzhaltung. Dazu müssen Sitzhöhe und Lenkerhöhe aufeinander abgestimmt werden. Das kommt nicht nur der Bequemlichkeit zugute, sondern auch der Gesundheit, denn Fahren in der falschen Sitzhaltung kann zu Schäden des Rückens führen. Die Sitzhöhe ist dann korrekt eingestellt, wenn beim Sitzen das nicht ganz durchgestreckte Bein die Pedale in der untersten Stellung erreichen kann. Dabei ist wichtig, dass die ganze Fußfläche auf dem Pedal liegt. Der Lenkervorbau sollte sich auf der Höhe der Oberkante des Sitzes befinden, ein wenig höher ist ebenfalls in Ordnung. Der Sattel kann bei manchen Modellen sowohl hinsichtlich der Längsrichtung als auch der Neigung eingestellt werden. Das beste Ergebnis erreicht man, wenn der Sattel möglichst horizontal eingestellt wird.
Was für die Radmuttern gilt, betrifft selbstverständlich auch alle anderen wichtigen Teile am Rad. Schrauben sind Verschleißteile, die sich mit der Zeit lösen können. Daher ist es von großer Bedeutung, sämtliche Schrauben des Elektrofahrrades oder des Pedelecs regelmäßig zu prüfen. Viele Räder sind darüber hinaus mit Schnellspannern für die Reifen oder den Sitz ausgestattet. Schnellspanner sind eine sehr praktische Sache, wenn sie aber nicht festgezogen sind, können sie zur Gefahr werden.
Bevor es nun gleich losgehen kann, muss die Elektrik überprüft werden. Das bedeutet nicht nur, dass der Akku voll sein muss. Die Batterie muss auch korrekt in das entsprechende Fach eingebaut sein. Werden bei der Überprüfung der Batterie auch nur kleiner Fehler entdeckt, sollte man sich sofort an einen Fachmann wenden. Der Akku ist sozusagen das Herz beim Elektrofahrrad oder Pedelec. Das muss gleichmäßig und ausdauernd schlagen, sonst kann es zu Schwierigkeiten kommen.

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5 Kommentare zu “Pedelecs und Elektrofahrräder – Wie gefährlich sind sie wirklich?”

  1. Christoph says:

    Interessanter Artikel und Videos. Man darf gespannt sein, wie lange es noch dauern wird bis die ersten Elektrofahrrad-Kids mit 80 km/h durch unsere Ortschaften brettern.

    Aus Fußgängersicht ist es gefährlich, dass Elektrofahrräder so leise sind und man die nahende Gefahr gar nicht erst hört. Ähnliche Effekte konnte man ja schon bei Hochgeschwindigkeitszügen und Elektroautos beobachten. Auf einmal sind sie da!

  2. Franz says:

    Also mal ganz langsam. Pedelecs haben eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Klar wenn jemand mit bei dieser Geschwindigkeit mit was auch immer gegen ein Auto, Mauer, Baum fährt hat ein Problem. Da brauche ich keinen Crashtest um das zu wissen.
    Neben diesen normalen Pedelecs gibt es noch die S-Pedelecs. Ein Versicherungskennzeichen und wenn jünger als ca. 45 Jahre ein Führerschein ist nötig. Kein Motorradhelm ! Selbst Fahrradwege können außer Orts wenn Mofas erlaubt sind befahren werden. Damit ist man in der Praxis etwa so schnell wie ein trainierter Rennradfahrer.
    Das Autofahrer die Geschwindigkeit nicht einschätzen können (wollen) ist ein Problem. Aber das ist nun mal eine Grundvorrausetzung für die Teilnahme am Straßenverkehr. Ich denke mal die Versicherungswirtschaft sieht da einen lukrativen Wachstumsmarkt und möchte mit diesen Informationen – Crahstests den Boden für ein neues Geschäftsfeld bereiten.

  3. Christoph says:

    Ich denke da eher an die Sportbikes wie z.B. http://www.pg-mainhatten.de/bikes/blacktrail/index.html – die gibt es ja auch in Ausführungen die für 5-10k EUR zu haben sind. Auch wenn in Deutschland offizielle Geschwindigkeitbegrenzungen herrschen, am Ende ist es der Vernunft der einzelnen Besitzer überlassen.

    Und ein zersäbelter Pedelec-Fahrer in der Wüste von Arizona, schafft es auch auf die Titelseite der Bild-Zeitung ;-)

  4. Jörg says:

    Informativer Artikel! Wie einer meiner Vorredner schon geschrieben hat, geht die meiste Gefahr von Pedelecs davon aus, dass man sie nicht hört! Deswegen sollte man sich auf dauer überlegen, ob es nicht einen “Sound” geben sollte, der Fussgänger und Autofahrer auf Pedelecs durch ihr Geräusch aufmerksam macht!

  5. Andi says:

    Ich denke es wird vor allem dann gefährlich wenn sich die “Oma” auf so ein Teil setzte das plötzlich so abgeht. Viele normale Fahrradfahrer werden von der Geschwindigkeit überfordert sein, da sie diese ohne den E-Antrieb seltenst erreichen würden. Und es ist etwas anderes ob ich mit einem Roller 30km/h fahre oder mit einem Fahrrad.
    Auch wenn man mit einem Rennrad schnell unterwegs ist muss man fahren können sonst ist es ganz schnell kaputt oder man liegt auf der Nase.

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