Fahrrad mit Hilfsmotor (Pedelec) – Wie funktioniert es?

24.01.12 Kommentare deaktiviert von

Ein Pedelec ist im Grunde nichts anderes als ein ganz normales Fahrrad. Man könnte aber sagen, dass es mit eingebautem Rückenwind ausgestattet ist, was durch einen Hilfsmotor der Fall ist. Zu einem Pedelec gehören der Motor und der Akku. Wer allerdings darauf hofft, dass man bei einem Pedelec nie wieder in die Pedale treten muss, der wird sich enttäuscht zeigen, denn das ist nicht der Sinn dieses Rades. Muskelkraft ist weiterhin gefragt, denn auf genau die reagiert der Motor. Es ist quasi ein Multiplikator der eigenen Muskelkraft.

Normalerweise bestimmt man durch die Art des Tretens in die Pedale, wie schnell das Fahrrad fährt. Beim Pedelec verhält es sich anders. Jeder Tritt, der gemacht wird, erhält einen weiteren Schub, also eine Verstärkung. Die neu hinzugefügte Kraft ist variierbar und kann zwischen 0 und 200 Prozent liegen. Im besten Fall kann man sich also vorstellen, dass die Muskelkraft der Beine um rund das Doppelte erhöht wird. Das schafft eine ganze Menge Möglichkeiten, ohne dass dafür mehr eigener körperlicher Aufwand nötig wäre. Diese sind aber eingeschränkt. In Deutschland wird der Hilfsmotor beim Pedelec mit dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit abgeregelt. Und die liegt bei 25 km/h. Das ist für ein Auto Schneckentempo, auf einem Fahrrad aber ist diese Geschwindigkeit durchaus ansprechend. Die Deckelung des Motors hat aber auch einen wesentlichen Vorteil. Fahrzeuge, die nicht schneller als 25 km/h fahren, gelten als Fahrräder, nicht als motorisierte Fahrzeuge. Daher entfallen störende Dinge wie die Zulassungspflicht, Führerscheinpflicht und die Versicherungspflicht. Einen Helm müssen Pedelec-Fahrer im Übrigen auch nicht tragen.

Die Bedienung eines Pedelecs ist denkbar einfach. Am Lenker ist ein Sensor angebracht, über den der Antrieb automatisch erfolgt. Mit anderen Worten: Wer ein Fahrrad fahren kann, der kann auch ein Pedelec fahren. Der hauptsächliche Unterschied zum herkömmlichen Fahrrad liegt darin, dass Pedelecs mit ein paar technischen Hilfsmitteln ausgestattet sind, die das komfortable Fahren erlauben. Neben dem Hilfsmotor und dem Akku sind das die Steuerungselektronik für den Motor und ein Sensor für die Kurbelbewegungs- und Krafterkennung. Es gibt auch Modelle, die mit einer zusätzlichen Anfahrhilfe ausgerüstet sind. Die meisten Pedelecs verfügen zudem über eine zum Teil stufenlose Motorkrafteinstellung. Eine Batterieanzeige, die Auskunft über den Zustand des Akkus gibt, ist bei allen Modellen mit dabei.

Dem Treten in die Pedale und die angenehme Unterstützung durch den Akku sind natürliche Grenzen gesetzt. Irgendwann ist bei jedem Akku der Punkt erreicht, da er aufgeladen werden muss. Ist der Akku leer, sitzt man wieder auf einem ganz normalen Fahrrad. Allerdings mit einem Unterschied. Das Fahren wird anstrengender. Dass der Akku nicht mehr arbeiten kann, bedeutet nicht, dass es verschwunden wäre oder leichter geworden ist. Man muss dann also nicht nur das eigene Gewicht, sondern auch das des Akkus transportieren, bis man ihn wieder aufgeladen hat. Die Reichweiten der Akkus sind unterschiedlich, je nachdem wie hochwertig sie sind. In jedem Fall kann man davon ausgehen, dass ein aufgeladener Akku 30 Kilometer Reichweite hat. Spitzenmodelle fahren bis zu einer Reichweite von 100 Kilometern.

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