Fahrrad mit Elektro-Motor (Elektrofahrrad) – Wie funktioniert es?

15.03.11 1 Kommentar von
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Ein Fahrrad mit Elektro-Motor ist im Grunde ein ganz normales Rad, jedoch mit dem Unterschied, dass es mit einem zusätzlichen Motor ausgestattet ist, der das Fahren erleichtert. Die Versorgung des Motors mit Energie findet durch einen Akku statt. Man unterscheidet generell zwischen zwei verschiedenen Arten von Elektrofahrrädern. Zum einen gibt es die sogenannte limitierte Tretunterstützung und zum anderen die unlimitierte Tretunterstützung. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Art und Weise des Antriebes, sondern werden auch unterschiedlich behandelt, was Zulassungs- oder Versicherungspflicht anbelangt.
Bei der limitierten Tretunterstützung springt der Motor nur dann an, wenn man in die Pedale tritt. Es dient also lediglich der Unterstützung der Muskelkraft. Man spricht bei dieser Form des Antriebs auch vom Pedelec. Ein Pedelec unterscheidet sich nicht nur durch die Antriebsart vom Elektrofahrrad. Wegen der Tretunterstützung wird es auch rechtlich anders betrachtet. So besteht bei dieser Form des Elektrofahrrades keinerlei Versicherungs- oder Zulassungspflicht. Auch ein Helm muss nicht getragen werden, ein Führerschein ist ebenfalls nicht nötig. Der Motor muss jedoch bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h gedrosselt werden.
Die unlimitierte Tretunterstützung folgt einem anderen Prinzip und ist daher versicherungspflichtig. Auch ein Mofa-Führerschein ist Voraussetzung. Fahrradwege dürfen nur bedingt genutzt werden, eine Helmpflicht besteht aber nicht.
Eine entscheidende Rolle beim Fahrrad mit Elektro-Motor spielt der Akku. Es gibt ihn in verschiedenen Varianten, sie unterscheiden sich nicht nur bei der Zusammensetzung, sondern auch in der Lebensdauer und den Ladezyklen. Hochwertige Akkus erlauben es, mit dem Elektrofahrrad bis zum 100 Kilometer weit zu fahren, ohne zwischendurch aufgeladen werden zu müssen. Der Motor des Fahrrads mit Elektro-Motor kann auf verschiedene Arten eingeschaltet oder gesteuert werden. Die Messung der Kraft erfolgt beispielsweise über die Pedale, die Tretkurbel, die Kette oder das Rad. Dies geschieht mithilfe eines Sensors. Über einen Sensor wird auch die Geschwindigkeit des Rades gemessen, um beim Erreichen der Höchstgeschwindigkeit den Motor auszuschalten. Der Elektro-Motor kann sich bei längeren Fahrten oder bei Steigungen stark erwärmen. Für diesen Fall sind Sicherungen in das Rad integriert, die ebenfalls dafür sorgen, dass der Motor ausgeschaltet wird.
Eine Variante beim Fahrrad mit Elektro-Motor ist die sogenannte Schiebe- oder Anfahrhilfe. Ziel dieser Hilfe ist es, den Motor auch dann laufen zu lassen, wenn man nicht auf dem Rad sitzt, sondern neben ihm geht. Das kann hilfreich sein, wenn man etwas transportieren will und selbst nicht dabei fahren kann oder will. Die höchste Geschwindigkeit, die bei der Funktion der Schiebehilfe erreicht werden darf, beträgt 6 km/h.

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