Der Unterschied zwischen einem Elektrofahrrad und einem Pedelec

07.11.11 2 Kommentare von
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Häufig wird das Elektrofahrrad gemeinsam mit dem Pedelec in einen Topf geworfen. Doch es gibt gravierende Unterschiede zwischen diesen beiden Fortbewegungsmitteln. Die liegen nicht nur in der Leistung der Motoren, sondern auch in der rechtlichen Betrachtungsweise. Für die Nutzer vom Pedelec und vom Elektrofahrrad sind diese Faktoren von großer Bedeutung.

Beim Pedelec handelt es sich rein rechtlich betrachtet um ein Fahrrad mit Trethilfe. Der Motor, der genutzt wird, darf die Leistung von 250 Watt Nenndauerleistung nicht überschreiten. Dabei ist die abrufbare Leistung des Motors kraft Gesetz sehr genau definiert und eingeschränkt. Im Gegensatz zum Elektrofahrrad (auch „E-Bike“ genannt) darf beim Pedelec oberhalb der Grenze von 6 km/h ohne Treten keine Motorleistung abrufbar sein. Wird diese Grenze überschritten, handelt es sich nicht mehr um ein Pedelec, sondern um ein Elektrofahrrad. Und das hat Folgen.
Wer mit einem Elektrofahrrad unterwegs ist, verpflichtet sich automatisch, eine geeignete Fahrerlaubnis zu führen, das ist in diesem Fall ein Mofa-Führerschein. Außerdem muss das Elektrofahrrad zugelassen und versichert werden. Der Fahrer muss einen Helm tragen und darf Fahrradwege nur dann nutzen, wenn auf einem Schild ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass das für Kleinkrafträder zulässig ist. Ein Pedelec dagegen ist rein rechtlich betrachtet ein Fahrrad. Das bedeutet, dass es weder zugelassen noch versichert werden muss. Die Betriebserlaubnis, die EU-Typengenehmigung, Führerschein, TÜV, Helmpflicht und die Haftpflichtversicherung für das Pedelec entfallen also.
Im Straßenverkehr haben Fahrer vom Pedelec genau die gleichen Pflichten wie die vom Elektrofahrrad. Wenn Sie diese verletzten, werden sie aber anders behandelt als die Besitzer von Elektrofahrrädern. Die sind von Rechts wegen Kleinkraftradführer, der Besitzer vom Pedelec ist Radfahrer, daher kommt bei ihm das Ordnungswidrigkeitenrecht zur Geltung. Die Konsequenzen können dennoch gravierend sein. Während das verbotene Befahren einer Einbahnstraße in der Regel nicht so streng behandelt wird, verhält es sich beispielsweise bei Trunkenheit ganz anders. Punkte in Flensburg kann es geben, wenn der Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss erwischt wird. Und unter Umständen kommen auch Führerschein-Sanktionen dazu. In diesem Punkt gibt es zwischen dem Pedelec und dem Elektrofahrrad einmal keinen Unterschied.

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1 Kommentar zu “Kraft und Anmut-Fahrbericht zum GRACE PRO E-Motorbike (2010)”

  1. E.Malota says:

    Ihr Kommentar
    Das AVE Metro ist überwiegend für den City-Gebrauch geeignet. Mehr als 30 km Reichweite sind kaum erreichbar! Ein zweiter Akku ist außerhalb von Deutschland derzeit nicht erhältlich, da sie im Gegegnsatz zu Kompletträdern als “Gefahrengut” versandt werden müssen.

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