Darf man mit einem Pedelec auf einem Fahrradweg fahren?

30.01.11 2 Kommentare von

Wie so oft, wenn es um eindeutige Fragen geht, gibt es keine eindeutigen Antworten. Im Falle des Pedelecs muss man ein wenig differenzieren, wann es sich überhaupt um ein solches handelt. Ein Pedelec ist Kraft Gesetzes ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Und das bedeutet, dass es Fahrradwege nutzen kann. Außerdem muss ein Pedelec nicht zugelassen werden. Auch eine Versicherungspflicht besteht nicht. Das Gleiche gilt für das Tragen eines Helmes. Voraussetzungen für diese Betrachtungsweise sind jedoch einige Details.

Ein Blick etwas hinein in die Tiefe ist sinnvoll, weil das Pedelec hin und wieder mit dem Elektrofahrrad verwechselt wird. Das sollte man lieber lassen, denn die rechtliche Behandlung eines Elektrofahrrads ist eine komplett andere. Das Pedelec ist per Gesetz genau definiert. Um als Fahrrad mit Hilfsmotor zu gelten, darf der Motor nur dann anspringen, wenn man gleichzeitig in die Pedale tritt. Die mittlere Motorleistung darf nicht höher als 250 Watt sein. Ein ganz wichtiger Punkt ist die Geschwindigkeit. Sie darf die maximale Grenze von 25 Stundenkilometern nicht überschreiten. Es gibt zwar Toleranzgrenzen, aber die sind ausgesprochen gering. Spätestens bei 27,5 Kilometern in der Stunde ist Schluss. Darauf muss der Fahrer übrigens nicht selber achten. Ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht, verweigert der Motor einfach die weitere Dienstleistung. Treffen also diese Voraussetzungen zu, kann man sich ohne ein schlechtes Gewissen mit dem Pedelec auf den Fahrradweg begeben.

Selbst wenn unwissende Passanten sich vielleicht beklagen mögen, ändert das nichts daran, dass man etwas tut, was erlaubt ist. Wer ein Pedelec fährt, braucht sich also, um diverse Dinge nicht zu kümmern, die für die Fahrer eines Elektrofahrrads gelten. Man muss sich hinsichtlich der Unterschiede im Klaren sein und darauf achten, dass die geschilderten Voraussetzungen zutreffen, sonst befindet man sich in einer komplett neuen Situation. Der Gesetzgeber sagt, dass es sich um ein Kraftfahrzeug handelt, wenn man mit seinem Elektrofahrrad schneller als die besagen 25 km/h fahren kann. Zudem ist von entscheidender Bedeutung, dass bei Elektrofahrrädern der Motor auch ohne das Treten der Pedale funktioniert. Die Geschwindigkeit auf einem Elektrofahrrad kann bis zu 40 km/h betragen. Damit hat es auf dem Radweg nichts mehr zu suchen. Die Unterscheidung zwischen dem Pedelec und dem Elektrofahrrad ist also von maßgeblicher Bedeutung.

Wer sich für ein Elektrofahrrad statt eines Pedelecs entschieden hat, sollte wissen, dass er rechtlich im Straßenverkehr anders behandelt wird. Er muss das Elektrofahrrad zulassen, er muss es versichern und einen Helm tragen. All das gilt nicht, wenn man sich auf einem Pedelec fortbewegt. Im Übrigen trägt die Tatsache, dass der Motor nur läuft, wenn man in die Pedale tritt, zu etwas Weiterem bei: Man bewegt sich, und das ist gesund.

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2 Kommentare zu “„E-Bikes on Tour“–Eine Aktion der RWE Deutschland AG”

  1. Der E-Bike Award 2012 - News und Trends says:

    [...] die RWE Deutschland macht sich für das Thema Elektromobilität stark und konnte mit der Aktion „E-Bikes on Tour“ viele Menschen für das Thema Pedelec [...]

  2. heinzansbach says:

    Ihr KommentarLeider keine Power auf Dauer

    Das Fahrrad ist eines der günstigsten Pedelecs auf dem Markt.
    Der Rahmen ist stabil, die 7 Gang S-Ram Schaltung etwas schwergängig, aber zuverlässig mit guter Übersetzung. Der Motor zieht ganz ordentlich. Der Zweibeinständer nervt und ist auch von minderer Qualität. Ein Rahmenschloss wäre schön. Nur die Akkus sind ein Jammer. Halten gerade mal 50 Ladezyklen aus was, ca. 1.000 – 1.500 km entspricht. Bei 249.- € Kosten für Ersatzakku kommt man dann auf 20 Cent pro km, ohne Stromkosten. Es ist keine Freude, wenn man für 100 km mit dem Elektrofahrrad 20 Euro Kosten nur für den Akku hat. Daher Fahrrad ok, Akku schlecht, zumal er auch immer teuerer statt billiger wird.

    Der niedrige Kaufpreis lässt hohe Unterhaltskosten folgen. Mein F A Z I T :
    Ich kann aus eigener Erfahrung nur vom Kauf abraten.

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