Darf man mit einem Elektrofahrrad auf einem Fahrradweg fahren?

26.04.11 4 Kommentare von
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Wenn man es sich leicht machen möchte, beantwortet man die Frage, ob ein Elektrofahrrad auf dem Fahrradweg fahren darf, mit einem schlichten: Nein. Doch so einfach kann man es sich nicht machen. Insbesondere da immer wieder die Begriffe Elektrofahrrad und Pedelec verwechselt werden. Ein Blick auf die Unterschiede dieser beiden Möglichkeiten, sich fortzubewegen, verschafft Klarheit. Häufig werden sie in einem Atemzug genannt. Ebenso häufig wird dabei angenommen, sie seien im Grunde gleich. Doch es gibt wesentliche Unterschiede zwischen einem Pedelec und einem Elektrofahrrad. Dementsprechend wird auch die Frage nach der Nutzung des Radweges unterschiedliche beantwortet.

Ein Pedelec ist per Gesetz ein Fahrrad. Eines mit einem Hilfsmotor zwar, aber eben doch ein Fahrrad. Ein Elektrofahrrad ist das nicht. Für ein Pedelec gilt all das, was auch für ein herkömmliches Fahrrad gilt. Es muss nicht zugelassen werden und es besteht keine Versicherungspflicht. Auch die Abnahme durch den TÜV ist nicht erforderlich. Nebenbei bemerkt: Trotzdem ist es natürlich wichtig, auch das Pedelec mit allen Dingen auszustatten, die zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Es handelt sich um ein Pedelec, wenn die Motorleistung 250 Watt nicht überschreitet. Zudem darf der Motor überhaupt nur dann anspringen, wenn man in die Pedale tritt. Ist das nicht der Fall, hat man es auch nicht mit einem Pedelec zu tun. Entscheidend ist auch die Höchstgeschwindigkeit beim Pedelec. Sie darf 25 km/h nicht übersteigen. Es gibt eine Toleranz um 10 Prozent, und viele Hersteller nutzen diese auch voll aus, um zumindest auf 27,5 km/h zu kommen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt aber schaltet sich der Motor ab. Für Fahrzeuge mit diesen Merkmalen gilt, dass es Fahrräder sind. Und die dürfen bekanntlich auf Fahrradwegen fahren.

Das Elektrofahrrad behandelt der Gesetzgeber anders. Er sieht sehr wohl den Unterschied zwischen den beiden Arten der Fortbewegung. Ein Elektrofahrrad funktioniert auch dann, wenn man nicht in die Pedale tritt. Die Motorleistung kann außerdem höher sein, in den meisten Fällen ist sie das auch. Darüber hinaus fahren Elektrofahrräder nicht selten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h. Aufgrund dieser Merkmale handelt es sich beim Elektrofahrrad nicht um ein Fahrrad mit Hilfsmotor, sondern um ein Kraftfahrzeug. Und das hat Konsequenzen. Der Halter eines Elektrofahrrades muss sein Fahrzeug über eine Zulassungsstelle anmelden. Wie bei anderen Fahrzeugen auch, die der Zulassungspflicht unterliegen, muss das Elektrofahrrad also auch versichert werden. Des Weiteren besteht Helmpflicht.

Nimmt man all diese Faktoren zusammen, kommt man zum Schluss, dass es ganz erhebliche Unterschiede zwischen einem Pedelec und einem Elektrofahrrad gibt. Und nun kann man auch die Frage danach, ob man mit einem Elektrofahrrad den Fahrradweg benutzen kann, sehr klar beantworten. Die Antwort lautet noch immer: Nein.

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2 Kommentare zu “Tchibo Angebot in Zusammenarbeit mit der ZEG: Das Pegasus Solero E mit Preisvorteil”

  1. heinzansbach says:

    Ihr KommentarDas Fahrrad ist eines der günstigsten Pedelecs auf dem Markt.
    Der Rahmen ist stabil, die 7 Gang S-Ram Schaltung etwas schwergängig, aber zuverlässig mit guter Übersetzung. Der Motor zieht ganz ordentlich. Der Zweibeinständer nervt und ist auch von minderer Qualität. Ein Rahmenschloss wäre schön. Nur die Akkus sind ein Jammer. Halten gerade mal 50 Ladezyklen aus was, ca. 1.000 – 1.500 km entspricht. Bei 249.- € Kosten für Ersatzakku kommt man dann auf 20 Cent pro km, ohne Stromkosten. Es ist keine Freude, wenn man für 100 km mit dem Elektrofahrrad 20 Euro Kosten nur für den Akku hat. Daher Fahrrad ok, Akku schlecht, zumal er auch immer teuerer statt billiger wird.

    Der niedrige Kaufpreis lässt hohe Unterhaltskosten folgen. Mein F A Z I T :
    Ich kann aus eigener Erfahrung nur vom Kauf abraten.

  2. heinzansbach says:

    Ihr KommentarLeider keine Power auf Dauer

    Das Fahrrad ist eines der günstigsten Pedelecs auf dem Markt.
    Der Rahmen ist stabil, die 7 Gang S-Ram Schaltung etwas schwergängig, aber zuverlässig mit guter Übersetzung. Der Motor zieht ganz ordentlich. Der Zweibeinständer nervt und ist auch von minderer Qualität. Ein Rahmenschloss wäre schön. Nur die Akkus sind ein Jammer. Halten gerade mal 50 Ladezyklen aus was, ca. 1.000 – 1.500 km entspricht. Bei 249.- € Kosten für Ersatzakku kommt man dann auf 20 Cent pro km, ohne Stromkosten. Es ist keine Freude, wenn man für 100 km mit dem Elektrofahrrad 20 Euro Kosten nur für den Akku hat. Daher Fahrrad ok, Akku schlecht, zumal er auch immer teuerer statt billiger wird.

    Der niedrige Kaufpreis lässt hohe Unterhaltskosten folgen. Mein F A Z I T :
    Ich kann aus eigener Erfahrung nur vom Kauf abraten.

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