Akkuleistung und Energieverbrauch von Pedelecs
Beim Pedelec kommen unterschiedliche Akkutypen zum Einsatz. Daher kann auch die Leistung nicht pauschal angegeben werden. Angewendet werden die Akkutypen Li-ion-Akku (Lithium Ionen), Ni-MH (Nickel-Metallhydrid), Li-Ion-MN (Lithium Mangan), Li-Po (Lithium Polymer) und LiMe (Lithium Metall). Die Reichweite des Akkus ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig.
So spielt es eine Rolle, wo man fährt. Auf einer geraden Strecke wird natürlich weniger Energie verbraucht als bei einer Bergfahrt. Dort erhöht sich der Verbrauch, die Dauer der Fahrt verkürzt sich entsprechend. Auch das Gewicht des Fahrers nimmt Einfluss auf die Akkuleistung. Je schwerer der Fahrer ist, der das Pedelec steuert, desto kürzer hält der Akku durch. Am längsten hält der Akku, wenn kontinuierlich und bei gleichbleibender Geschwindigkeit gefahren wird. Häufiges Halten und Anfahren führen zu einer Verkürzung der Akkuleistung. Letztlich ist es auch der Reifendruck, der Auswirkungen auf die Länge der Fahrten nimmt. Zu wenig Luft in den Reifen führt zu einem höheren Rollwiderstand. Und der hat einen höheren Energieverbrauch zur Folge. Die Leistung des Akkus beim Pedelec wird schneller abnehmen. Wie lange der Akku hält, hängt übrigens unter anderem von der Anzahl der Aufladungen ab. Je häufiger der Akku aufgeladen wird desto kürzer die Lebensdauer. Die meisten Hersteller statten den Pedelec mit Lithium-Ionen-Akkus aus.
Wenn man auch keine allgemeingültigen Werte anführen kann, ist es dennoch möglich, einen Durchschnitt zu ermitteln. Der Stromverbrauch beim Pedelec liegt in der Regel bei 0,5 bis 2 kWh auf 100 Kilometern. Eine zusätzliche Ersparnis kann eine eingebaute Rückspeisung von Bremsenergie bringen. Über die Ladezyklen beim Pedelec-Akku gibt es unterschiedliche Auffassungen. Einige Anbieter sprechen davon, dass ein Akku bis zu 500 Mal aufgeladen werden kann, bevor er erneuert werden muss. Andere relativieren diesen Wert und sprechen von 300 Aufladungen als realistischen Wert.
Ein Blick auf unterschiedliche Akkus zeigt, dass die Unterschiede zum Teil sehr deutlich sind. Bei verschiedenen Tests wurde eine Vielzahl von Pedelecs auf die Reichweite der Akkus untersucht. Das Pedelec mit dem besten Wert erreichte eine Reichweite von beachtlichen 83,2 Kilometern. Den letzten Platz belegt ein Pedelec mit einer Reichweite von 33,2 Kilometern. Ein Beispiel zeigt, wie der Energieverbrauch beim Akku vom Pedelec zustande kommt. In diesem Beispiel geht man davon aus, dass die Reichweite des Akkus bei 33 Kilometern liegt und insgesamt 5.000 Kilometer mit dem Pedelec gefahren wurden. Der Akku verfügt über 250 Wh. Im Ergebnis bedeutet es, dass bei einer Fahrleistung von 5.000 Kilometern je 33 Kilometer ca. 37 kWh verbraucht werden. In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass insgesamt 150 Fahrten stattgefunden haben. Alles in allem kann man sagen, dass besonders bei kürzeren Strecken das Pedelec eine günstige Alterative zum Auto oder anderen motorisierten Fahrzeugen ist.


Hallo,
ich habe mir selber vor kurzer Zeit ein Pedelec gekauft und kann nur bestätigen, wir praktisch so ein Pedelec ist. Ich wohne mit meiner Familie auf den Bergen und da ist so ein Fahrrad mit Hilfsmotor schon eine tolle Sache. Allerdings kann ich auch aus eigener Erfahrung bestätigen, dass man für den Notfall einen Ersatzakku mitnehmen sollte.
Beste Grüße Lilly
Hallo Lilly,
schön, dass Du uns von Deinen eigenen Erfahrungen berichtest. Ja, gerade auf den Bergen ist ein Fahrrad mit Hilfsmotor durchaus sehr praktisch. Gut, dass du auch nochmal darauf hingewiesen hast, wie wichtig ein Ersatzakku ist. Den sollte man wirklich nicht vergessen, denn eine Radtour kann schneller länger dauern, als beabsichtigt.
Viele Grüße
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Hallo,
ich habe meiner Frau am 12.05.2011 ein DTR Kalkhoff AgattuC8 mit 18Ah-Akku gekauft.
Lt.Bedienungsanleitung gibt es kein Memory-Effekt beim Laden.Weiter heißt es:Laden Sie die Batterie nach jeder Fahrt gleich wieder auf.So sind sie immer startklar und verlängern die Lebensdauer der Batterie.
Nach Ihrem Bericht vom 30.05.2011 heißt es jedoch:Die Leistung des Akkus beim Pedelec wird schneller abnehmen. Wie lange der Akku hält hängt von der Anzahl der Aufladungen ab. Je häufiger der Akku aufgeladen wird desto kürzer die Lebensdauer.
Könnten Sie den Widerspruch erklären?
Viele Grüße
Friedhelm
Ihr Kommentar
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..schade,daß diese auch für michwichtige Frage noch nicht beantwortet wurde.
MfG
coque
Die Lithium Ionen Akkus dürfen nicht tief-entladen werden, somit ist es besser sie möglichst 3/4 zu entlehren und dann wieder voll aufzuladen….meine Eltern haben beide die Aldi Pedelec Räder und jetzt zweimal die Akkus tiefentladen……Das Problem ist das die Akkus dann nicht mehr selbstständig laden. Die Zellen schalten sich ab und ein Laden ist nur durch kurzes Einfrieren in der Gefrietruhe möglich ca 2 Stunden)…so kann man die Sensoren der Zellen überlisten und der Akku läd wieder ganz normal voll…
MFG Didi
Ihr Kommentar:
Das oben gesagte ist schön und gut, doch hat man schon mal ein Pedelc, dann ist für die Praxis vor allem interessant wieviel nutzbare Energie (Wh, Saft, Kraft) ist augenblicklich noch im dem Akku drin. Hat man da ein Anhaltswert so kann man sich diese Energie (“in Tank”) so aufteilen (mehr oder weniger Kraft der Beine inverstieren), dass man noch dort ankommt wo man hin wollte. Ohne, dass der Akku Schaden erleidet.
Also ein Energiezähler (Leistungsmesser der das was aus dem Akku rauskommt aufsummiert und festhält. So wie der Energiezähler vor unser Wohnungstür.
Man würde sehen wieviel aus einem neuen Akku raus zu bringen ist und um wie viel im Laufe der Nutzung der Akku seine Speicherfähikeiten einbüßt. Ob nam nun in Wh oder traditionell in Ah messen sollte ist zweitrangig. Das würde auch bedeuten – der Kunde hätte einen klareren Blick auf sein eigenes “akkufreundliches” Verhalten, doch auch auf die Güte der Akkus. Hier liegt wohl der Knackpunkt. Welcher Hersteller von Akkus (und auch von Pedelecs) möchte, dass der Kunde klaren Blick auf das teuerste Teil vom E-Rad bekommt. Wenige! Doch es wird kommen so wie die Angabe des Normverbrauchs (pro 100 km) bei Personenkraftwagen.
Hoffendlich bald! Auf jeden Fall sollten Verbraucher darauf drängen (dass sich die Spreu vom Weizen trennt)
Pedelec1994
Zu dem Kommentar der Reichweitendefination kann ich folgenden Erfahrungswert beisteuern.
Ich fahre seit Aug. 2008 ein Giant Twist-Comfort mit 2 Akku´s / a´234 Wh.( = 468 Wh). Diese beiden Akku´s haben bis heute 7/2011 noch 100 % Leistung. Ich habe sie bei der Fa. Akkumann in Melsungen durchmessen lassen.
Seit 8 / 2011 besitze ich noch 2 weitere Akku´s als Ersatz.
Mein Pedelec wiegt mit eingehängten Akku´s 30 Kg. Ich belaste dieses Fahrrad mit 160 Kg und führe immer 2 Ersatzakku´s mit.
(2x 234 Wh = 468) = 5 Kg .
Mit Fahrradtasche und 1 Liter Wasser, komme ich auf ein Gesamtgewicht von ca. 200 Kg.
Zur Reichweite ist nun folgendes zu sagen:
Mit 4 Akku´s (936 Wh) habe ich eine Reichweite
von 80 Kilometern im Sportmodus bei einer
max. Steigung von 3 % und einem Gesamtgewicht von 200 Kg.
Mehr Steigung ist bei einem 250 Watt-Motor und einem Gesamtgewicht von 200 Kg nicht drin. LEIDER.
Ich hoffe das in Zukunft die Pedelecs mehr Drehmoment haben, sodass man keine Berge mehr schieben muß. In unserer Gegend haben wir asphaltierte Strassen mit bis zu 28 % Steigungen. Desweiteren würde ich mir wünschen, dass die Berechnung und Auslegung der Reichweite auf das zul. Gesamtgewicht mit einer mittleren Steigung von 8 % bezogen wir.
Dann kann man viel besser einschätzen, wie weit man kommt und man kann auf die vielen wenn und aber´s verzichten.
Ich für meinen Teil, werde mir erst dann wieder ein Pedelec zulegen, wenn die Hersteller dies berücksichtigen. Solange suche ich mir Fahrradstrecken aus, wo ich mit einem 250 Watt-Motor ohne schieben zu müßen auch ans Ziel komme. Dann trennt sich automatisch die Spreu vom Weizen und nur die Besten bleiben übrig.
Die Technik wäre bereits heute schon vorhanden, aber leider gibt es zur Zeit keinen einzigen Fahrradhersteller, der dies konsequent umsetzt.
Mit freundlichen Grüßen,
Harald Schulze
aus Kassel
Hallo Herr Schulze , ich fahre seit Frühjahr 2011 das
Sport Pedelec “Torque Bike MS” was Ihren Ansprüchen genügen würde
1100 Wh Akku Kapazität mit absolut ausrechendem Drehmoment
imit der Reichweite bin ich mehr als zufrieden !
Siehe Internet-Seite http://www.torque-bikes.de
Herr Elendt berät Sie sicherlich bestens, so das Sie in 2012
Ihre Kasseler Berge ohne zu schieben hochstromern können
Mit elektromobilen Gruß
ein sehr zufriedender Torque Bike Fahrer
von der firma bosch giebt es ein motor mit 50 Nm
die meisten haben so um die 25Nm.
[...] Frage bleibt: Die nach der Reichweite des Pedelecs. Die hängt natürlich von der Akkuleistung ab. Die Hersteller machen hier zum Teil Angaben, die fernab von Gut und Böse liegen. So kann es [...]